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Dr. Gütz war Kamnierguts - Sekundär - Physikus,
batte schon in den Jahren *8*0 und *8*5 Zinpfprämien
erhalten und war ein eifriger Förderer der Ideen des
Doktors Wirer, welcher als Sohn eines wuudarztes int
3<chre *77* zu Rorneuburg gebore» mit *2 Jahren nach
rpieii kam, wo er vom Jahre *787 an die praktischen
Kollegien Stall's besuchte, als Josef II. alle Aerzte anf¬
orderte, in den kaiserlichen Feldspitälern Ejilfe 5U Ieifte,L
Ohne Zögern folgte Wirer diesem Rufe, ging an die
Siebenbürger Grenze und schon im Jahre *789 wurde
chm ein Spital in der Walachei anvertraut. Seiner trefflichen
Verwendung zufolge erhielt er im Jahre *79* die Be-
stimmung, sämmtliche österreichischen Kriegsgefangenen von
Konftantmopel abzuholen, und in Hustschuf Kontumaz zu
halten, wo er denn auch Monate lang bei der Pf ege
von pestkranken mit ebensoviel Unerschrockenheit als Gluck
thätig war. _
Hach Beendiauug des Türkenkrieges leistete Dr. Wirer
als Bataillonsarzt'der österreichischen Armee in dem Auf-'
stände der Hiederlande, sowie auch später im französischen
Kriege, hervorragende Dienste, so daß er während des
Wahres *798 Chefarzt in der Festung Philippsburg wurde.
Hach dein Kriege trug man ihm das dortige phystkat und
die Amtsrathsstelle in Bruchsal am Hhein an, die er aber
ausschlug, um feine Studien am f. k. Iosefinnm zn vollenden.
jtu lahre \ 799 Zum Dr. Chimrgiae gradnirt, wurde
er im nächsten Jahre Doktor der Medizin, als welcher
er sich bald beliebt machte, immer größeren Huf erwarb,
viele humanitäre Anstalten gründete, zum konfnltirenden
Arzte Sr. k. Roheit (Erzherzog palatituis und Leibarzte
des Fürsterzbischofes Erzherzog Hudolf avanrirte.
Bei einer zufälligen Bereifung des Salzkammer¬
gutes war er im Jahre *82* nach Gmunden gekommen
und hatte erst dort den Entschluß gefaßt, auch Ischl zu