Full text: Drama und Theater in Österreich ob der Enns bis zum Jahre 1803

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Brüdern und Elisabethinen und die anderweitig notwendigen öffent¬ 
lichen Humanitätsanstalten auszuführen. Erst dann kann zum Theater¬ 
baue geschritten werden. 
Nun verwendete sich der damalige Regierungspräsident Graf 
von Rottenhan und so wurde als Ersatz für das zerstörte Theater an 
der Donau das neue Ballhaus (Redoutensaal) der Stände 
zu einem Bühnenhause umgestaltet und zu Ende des Jahres 
1787 seiner nun¬ 
mehrigen Bestimmung 
übergeben. Es maß 14 
Klafter in der Länge, 
5 Klafter und 4 Schuh 
in der Breite und 5 
Klafter in der Höhe. 
Die drei Stock¬ 
werke wurden auf 
beiden Seiten mit Ga¬ 
lerien, in der Mitte 
aber mit Logen ver¬ 
sehen, und zwar waren 
im ersten Stockwerk 
sieben, im zweiten acht, 
im dritten sechs Logen 
angebracht. 
Da die Brücken 
und Bänke im Parterre 
weggenommen werden 
konnten, so ließ sich 
der Saal jederzeit auch 
zu Kasinos und Bällen 
Redoutensaal (Theater) und Gasthof „Zum römischen 
Kaiser“ beim Brande im Jahre 1800. verwenden. 
(Nach einem Ölgemälde im Museum.) Wie wil gehört 
haben, wollte schon 
im Jahre 1782 Graf Philipp Rosenberg für seine Entreprise den 
Redoutensaal haben, erhielt ihn aber nicht. 
Jetzt hatte die Not zu diesem Auswege gezwungen. Es war 
freilich ein unbequemer Notbehelf und immer mit Feuersgefahr 
verbunden. 
Da winkte ein glücklicher Stern. Im Jahre 1792 überreichten 
die Stände dem Kaiser Franz, als dieser auf seiner Rückreise von 
der Krönung Linz passierte, 6000 Dukaten als Krönungsgeschenk.
	        

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