Full text: 160 Jahre Braucommune Freistadt

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(in kundgong durch s Srölchous. 
Ein Rundgang in den weiten Räumen zeigt uns Einrich 
tungen, deren manche auch der verwöhnte Fachkundige in einer 
mittleren Brauerei nicht erwarten würde. Riesenausmaße zeigen die 
Gersten- und Malzböden. Die Mälzerei ist eingerichtet sür eine 
Jahreserzeugung von 36—40 Waggon Malz. Die großen eisernen 
Wasserreservoire halten Raum sür 1000 bl Wasser. 4 Quellenleitungen 
liefern das vorzügliche Brauwasser. Das Sudhaus (tägliche Erzeu 
gungsmöglichkeil zirka 200 bl) weist Maschinen neuester Bauart 
auf und ist der Maisch- nnd Läuterbottich mit dem modernsten 
Rührwerk, sowie einer verstellbaren Treber-Auslockermaschine versehen. 
Das neue Kühlschiff hat Raum für 100 bl. Auch der Berieselungs 
kühler ist erst seit einigen Jahren eingestellt. Im Gärkeller (vorzügliche 
Lüftungs- und Kühlanlagen) stehen 7 Eisenbetonbottiche mit je 
170 bl Fassungsraum. Die Maschinenanlage besteht aus einem Dampf 
kessel mit 54 m 2 Heizfläche und einer Dampfmaschine mit 50 Pferde 
stärken. Als Zusatz-Kraftquelle und für Licht wird Strom der Linzer 
Tramway- und Elektrizitätsgesellschaft verwendet. Die anschließenden 
Räume zeigen uns eine modernste Kühlmaschine (Amoniakcompressor 
60.000 Kal.). In dem neuerrichleten Kopsen-Trockenkonseroierungs- 
raum wird ständig künstlich gekühlte Luft eingepumpt. Gewaltig sind 
die Lagerkeller. 4 Abteilungen mit einem Fassungsraum von zirka 
7000 bl. In der 3. Abteilung sind seit 1930 14 Aluminiumtanks 
eingebaut, je zwei übereinanderliegend. (Die oberen mit je 180 bl 
Inhalt, die unteren mit je 200 bl, Gesamtfassungsraum 3000 bl.) 
An den Lagerkeller schließt sich eine neue Faßwaschhalle und eine
	        
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