Full text: 160 Jahre Braucommune Freistadt

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Wasserkar, das fließende Wasser „hebt die Stadt bei ihm auf" 
(belassen sie ihm), doch darf sie es jederzeit wegnehmen". 
Die „Kaupt-Consignation über die Bauunkosten des neuen 
Brauhauses von Anno 1771 bis 1780 inclusive, durch 10 Jahre""), 
bringt folgende Zusammenstellung der Gesamtauslagen: 
Auf Maurerarbeit 12.409 Gulden 52 Kreuzer 1 Pfennig 
(die Münzenbezeichnungen sind weiter durch schräge Striche ersetzt). 
Steinmetzen-Taglohnsarbeit (besonders Steinbrucharbeit gemeint) 
1121/18/1, Steinmetzen-Struckarbeit (Türgerichte, Staffeln, Pfeiler usw.) 
2923/22/—, Zimmerleutearbeit 1733/11/1, Taglöhnerarbeit 8905/34/—, 
für Stein-, Ziegel- und Wasserfuhren 2178/25/2, Kelheimer Marmor 
platten 642/35/—, Erkaufte Mauersteine 237/30/—, für Kalk 7585/ 
35/—, Ziegel 5684/48/—, Laden und Latten 1122/9/2, Stämine 
und Bauholz 1408/8/—, Eisen, Nägel 2090/1/1, Sprengpulver zum 
Steinbrechen 229/7/1, Schmied- und Wagnerarbeit 1759/39/—, 
Kupferschmied- und Klampsererarbeit (Spengler) 2397/9/2, Tischler 
arbeit 118/29/—, Schlosserarbeit 234/48/—, Glaserarbeit 167/9/— 
andere Kandwerkerarbeit 135/31/—, für verschiedene Notwendig 
keiten 161/4/—, auf Besoldung und Gehalte 1142/42/—: Summa 
Summarum: 54.529 Gulden 32 Kreuzer.^) 
Das Bau-Unkostenpartikular 1780 schließt Rechnungsführer 
Laschler so: „Kabe demnach dieses zehnte und letzte Baupartikular 
hiemit in Gottes Namen geschloffen und mit meiner gewöhnlichen 
Fertigung (Siegel) bekräftigt, sub dato Freystadt den letzten Dezembris 
anno 1780". Man merkt den Seufzer der Erleichterung. Schlußtrunk 
wurde keiner gehalten ; es klingt aus manchem eine Art Übermüdung 
der Bauunternehmer heraus. Auch der Linzer Baumeister hatte sich 
schon lange nicht mehr sehen lassen. War eine Entfremdung ein 
getreten? Laschler dankt in der bürgerlichen (Brau)Kommissions- 
sttzung am 4. Juli 1781 für das entgegengebrachte Vertrauen, bittet
	        
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