Full text: 160 Jahre Braucommune Freistadt

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Wie viel jeder brauen durste, war genau bestimmt auf 
Grund seiner Kauseinlage (Kauswert). Als höchste Bräugerechtigkeit 
(d. i. Brauberechligungsausmaß) scheint auf 140 Eimer, als kleinste 
15 im Jahr. (Das Ausmaß der Brauberechtigung ist im Käuser- 
verzeichnis dargelegt.) 
welche llüuser waren nicht brauberechtigt; 
1. Die geistlichen K äuser. Nr. 11: Einst bürgerliches 
Kaus mit 140 Eimern Braugerechtigkeit, dann aber versliftet an die 
Piaristen. Daher kein Braunutzen mehr an Private, der Braugewinn 
floß in die Kasse der Oberstadtkammer. — Nr. 21: Mesnerhaus. — 
22./23: Schulhaus, 22 gehörte zum Schulprovisoramt, das als geistliche 
Stiftung errichtet worden war, zugleich auch Leonhardistiftungshaus 
genannt, 23 Stiftshaus St. Barbara, St. Thoma. — Nr. 24: Buch- 
leitnerisches Stiftungshaus, Michaeli Stiftshaus. — Nr. 49: Dechantshof. 
2. Die der Stadt gehörigen Käufer: Nr. 17: 
Rathaus, 19/20 Altes Rathaus und Dienerhaus. — Nr. 55, 56: 
Der halbrunde Turm, das Linzertor. — Nr. 110: Der Stadt zugehörig, 
1827 im F. K. bezeichnet als „Eckhaus, die sogenannte Offiziers 
kaserne". — Nr. 119: Heutiges Rathaus, einst Besitz des aufrühr 
erischen böhmischen Adeligen Zinnespan, zu Zeiten Kaiser Friedrichs III. 
(1439—93) diesem enteignet. — Nr. 167: Torsteherhaus. — Nr. 172: 
Stadtarchiv, Zeughaus der Feuerwehr sehr spät erst gebaut. — Dazu 
einst auch die 2 Brauhäuser der Stadt. Nr. 71 (das Weißbierbrau 
haus) wurde aber, als es 1781 an den Tuchmacher Anton König 
aus Reichenberg in Böhmen verkauft worden war, zum bürgerlichen 
Kaus mit 30 Eimern Braugerechtigkeit erklärt. 
3. Käuferin herrschaftlichem oder Staatsbesitz. 
Nr. 79: Das kaiserliche Salzamt, heute Salzhof. — Nr. 168: Das
	        
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