Full text: 160 Jahre Braucommune Freistadt

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vom alten vrauwesen. 
vie vierbrauens-öerechtsame — dasNechtru brauen. 
Eine machtvolle Kaisergeskalt ragt in die Frühgeschichte unseres 
städtischen Gemeinwesens hinein: Rudolf von Kabsburg. 
In dem Bestreben, sich die Neigung des österreichischen Bürger 
tums zu sichern und besonders, um Freistadt, die Grenzstadt gegen 
das Reich seines Widersachers Ottokar zu gewinnen und sie wirt 
schaftlich zu sichern, bestätigte er den Bürgern von Freistadt alle 
Rechte und Freiheiten, die sie von den Babenbergern Leopold VI. 
dem Glorreichen und Friedrich II. dem Streitbaren erhalten hatten 
und erteilte am 26. Juli 1277 das berühmte Niederlags- (Stapel-) 
Recht. Jeder Kaufmann, woher er immer kommen möge, mußte hier 
seine Waren zum Verkaufe niederlegen und ausbieten. 
Und wieder war es ein Habsburger, gleichen Namens wie 
der große Ahnherr, der diese Rechte erweiterte: KerzogRudolflV. 
der Stifter, eine der kraftvollsten, unternehmungslustigsten Gestalten 
des Mittelalters. Er verlieh an Freisiadt das Straßenzwangs- 
recht für Salz. „Was man auch Kaufmannschaft, es sei Salz, 
großes oder kleines, für die Stadt zwischen den Wäldern auf und 
abführet, die soll man in der Stadt niederlegen ohne alle Widerrede 
und Gefähr". Auf den Ubertretungsfall waren 100 Pfund Goldes 
als Strafe gesetzt. (5. Juni 1363.) Kerzog Rudolf legte auch den
	        
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