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Schulrates Chr. Würfl im Konferenzzimmer des Lyzeums statt, wobei
die geprüfte Kandidatin für reif erklärt wurde.
Das hohe k. k. Ministerium für Kultus und Unterricht hat den
Bericht über die im Sommer- und Herbsttermin \903 an der Anstalt
vorgenommenen ersten Reifeprüfungen mit dem Erlasse vom 2% Oktober
\ty03, Z. 3^.563, ohne jede Bemerkung zur Kenntnis genommen.
Verzeichnis der \903 approbierten Kandidatinnen.
Die mit * Bezeichneten erhielten ein Reifezeugnis mit Auszeichnung.
^ D enk Marianne, geb. zu Linz in Gberösterreich.
Lasbender Helene, geb. zu Gmunden in Gberösterreich.
Koller Rosa, geb. zu Neumarkt-Kallham in Gberösterreich.
*£005 Charlotte, geb. zu Prag in Böhmen.
Sommer Klara, geb. zu Linz in Gberösterreich.
*5trigl Helene, geb. zu Linz in Gberösterreich.
Url Marie, geb. zu Linz in Gberösterreich.
Davon waren zwei Kandidatinnen 61/2, drei \7f eine ^8^ und
eine 2\ Jahre alt; somit hatten zwei das für den Besuch einer
Universität vorgeschriebene Mindestalter von \8 Iahren erreicht. Von
den Absolventinnen ließ sich eine an der philosophischen Fakultät in
Wien inskribieren, um sich dem germanistisch-neuphilologischen Studium
zu widmen, während eine andere Abiturientin in einem Institute in Paris
eine Stellung antrat.
b) Reifeprüfung 1904.
Mit dem Erlasse des Herrn Ministers für Kultus und Unterricht
vom \7. Februar H90^, Z. 4^05, wurde dem öffentlichen Mädchen-
Lyzeum in Linz das Recht zur Abhaltung von Reifeprüfungen und zur
Ausstellung staatsgültiger Reifezeugnisse weiterhin auf die Dauer der
Schuljahre \ty03/0% \ty0%/05 und \905/06 verliehen und die Zusammen-
setzung der Prüfungskommission bestimmt.
Von den \7 öffentlichen Schülerinnen der VI. Lyzealklasse haben
sich \\f dann noch 2 Privatfirmen derselben Klasse und \ Lxternistin,
im ganzen Kandidatinnen zur Ablegung der Reifeprüfung im Sommer-
termin ^9^ gemeldet. Da sämtliche Kandidatinnen nach Alter und
Vorbildung den gesetzlichen Bedingungen entsprachen, wurden sie zur
Prüfung zugelassen.