Da Wintä.
71
27. Da Wintä.
Wann d' Hirgstnebln^) anfalln, bal sö '5 Häserl warm duckt,
Is's ä Zoachä, daß nachstns da Wintä anruckt.
Kimmt aft Alläheilöng, is da Übägang da
Von Hirögst zon Wintä, geht's gählöngs tala.
Bal fröstlt^s, bal uäßlt's, trüab und kurz wird dä Tag,
Recht ä losädö Zeit is^s, ganz wia gmacht zo dä Klag.
Ön Ädwentwochän nachä ziagt er ein dä gstreng Herr,
Dä Wind is sein Musö und sein Vorreit is d' Gfrer.
Wiar ä Graf kimmt er angfahrn. Ganz mit Silbä scheu gstickt
Und einwendö lind mit grean^ Sammät auspickt
Is sein Rock. Stattn Knöpfn hat er Edlstoan dran
Viel tausend, was wä denn än Kaisä sein Kran?
Blüahweiß is ^s ganz Gwand, wiar ön Moamonät d' Bäm,
Als wann er zon Kränzltag prangä gehn käm.
Er motzt ') sö ä mentösch, denn er woaß's woltä guat,
Däß er überall Herr is; wo er hitrötn tuat,
Da vostöckt sö glei allssand, mein, er is eahn viel z'streng,
Erscht nah änä Eicht, wannsllr gwehnt händ ä weng,
Kriachäns aft wiedä fiird und schaun eahm ön d^ Äugn.
Seür herröschö Weis will eahu freilö nöt taugn
Und sein Atam, dä kalt, päßt dö werrgern ön d^ Kram,
Denn alls, was er anblast, gfrert zo Stoan und Boan zsamm.
Da brauchst ä warms Gwändl und ä Pölzhaubn däzua
Und wollänö Fäustlöng und ä zwiegnähts Paar Schuah,
Sunst kannst dö vaköltöng und ä Krankät zuaziagn
Und wannst ä^s vosämst, kannst gar d^ Faulenzä^) kriagn.
Bal dä Schnee, dä erst, herfallt, juchzn d' Kindä: „Hällo!"
Awä d^ Weibä, dö altn, dö schrein nöt ä so,
Dö schliafn ön d^ Stubn eilt, zo den raukätn Herd,
Suachän d^ Flöcklschuah fürä, däß's eahn d^ gehän nöt gfrert.
Awä b 1 Rennroß ön Stall drinn, dö stampfn vor Freud,
Sö kennän's ja ä glei, iatzt kimmt eahuä Zeit,
Wos eahn Schnellögkeit zoagn, däß koans hintn z^weit bleibt,
Und dö allägreßt Freud hamd d^ Roßhänsln, wann's schneibt.
Für d^ Vögerl giblls dort und da nu öbbs zon Schmaus,
Is's draußt nix, so ziagn sö sö zuawö zon Haus,
J ) Herbstnebel. 2 ) prahlt. 3 ) Influenza.