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Liebesstreit.
3a, i juchätz hellaut,
Däß's in Bergnän umhüllt,
wann ft gschwind von bä Hütten
Ä 3obla her meldt.
Hat bös Mensch än'n Stimmstock, *)
Dia glaubäts gar not!
Aba nu liabar is's,
wanns recht hoamli aft rödt.
Liebesstreit.
Ä kloans wengerl z'kriagn
Und aft guat wieda wern,
Da Ham si zwoa Leut oft
Grad numal so gern.
Ä kloans wengerl z'kriagn
Und bald guat wern hintnäh,
Js ’s Salz in da Suppen
Und gibt ihr ön Gschmah.
21 weng ernsthaft dreinschaun,
Ä weng pfanzi^) thoan,
Und aft a kloans Schmutzerl, 3 )
Das geht durch än’n Stoan.
3a, z'kriagts enk ä wengerl,
Do, Leutl, seids gscheidt,
Roan'n Grund derfs not habn,
Der in d' Seel einischneidt.
Os is schen und is recht,
Wann ma was vazeign kann,
wann 's Schnürt areißt
Und ma knüpfts wieöär an.
Aba gar z'oft, mein Rind,
Sollts ös do not xrobirn,
Os bleibt dort und da gern
Ä Rnöpferl in Zwirn.
Und wia halt so Leut sän,
An iads hat sein'n Ropf, —
So wird ausn Rnöpferln
So gern oft ä — Rnopf.
wird ä lautä Wirrwärr,
Däß sie ne-und mehr auskennt,
Bis däß mär ä Schäär nimmt
Und alls vänand trennt.
l ) Rehlkoxf, hier = Stimme. 2 ) unwirsch, stolz. 3 ) Lächeln.