Volltext: Bilder aus dem Natur- und Volksleben der oberösterreichischen Alpen [3]

Mein arms Vieh dahungat, packt d'BaarnD schau glei an, 
Dö ganz woad vaschneibts uns, vawahts ja hindan, 
Und wagt si a Unöpferl, a Bleamerl in d' Ljeh, 
Schauts drein gar so trauri, als sagats: „Auweh!" 
„Auweh, war i drinn bliebn tiaf unta dar Grd 
Und hätt von da Welt da nix gsegn und nix ghert. 
wia 's wildprat voll Lsunga um d'Ljütten umschliaft, 
Da Iaga tracht't a, daß a Rohlhüttna triaft, 
Und aft meine vogerl, dö sunst mi aufgwöckt, 
D woaß's not, sans hin oda sans wo vastöckt; 
wen soll denn a Gsang in den wöda da gfreun, 
Wia gschwind kam da ^abi^) und packat enk ein! 
Da, is's denn a wunda, d' Geduld, wanns oan reißt, 
wann oan mitten in Summa dös Gfrerat so beißt? 
Mein Mehl wird mar a gar, mein Salz und mein Grias, 
Nan, Ruahln, aft löbn ma von GraßaL^) und Mias! 
Mein Rüahdirn is a fort, is abi ins Guat, 
Abar auffa kanns nimma, wanns wasdawöll thuat. 
Da, mein liabe Sunn, schau do her, wias uns geht, 
Und wia dö scheu Zeit in Ralendan öbn steht, 
Und was so scheu druckt is, das soll a wahr bleibn, 
D schliaf in mein Hütten und laß mi vaschneibn; 
Bfüat enk Gott, ös Ualenda, bfüat di Gott, liaba Mai, 
vaspröchn und galten is wohl zwoaralei. 
Da sitz i halt da muadaseelen alloan, 
Das Almlöbn is scheu, aba so solls not thoan; 
Da denk i ma wohl oft, das Dean'n is was hart, 
was hast für dein Schinden auf d'lößthin dawart't? 
Da wind und dö Aölten, dö Finstan dabei, 
Mi friert durian und i fürchtat ma glei! 
was her i? was siach i? wia wird ma denn mir? 
Dort wadt mein Ljans auffa, bis weit üba d' Rnia, 
Du den tiafen Schnee, und so schwär obndrein tragn; 
U mein! Der Bua that ja sein Löbn für mi wagn. 
Grüaß di Gott! Grüaß di Gott! Du mein herzliaba Bua, 
Da gelt, arma Narr, gelt, heunt hast wohl gnua! 
D dank da dein Liab, ja, i dank da dein Müah, 
So lang als i löb, das vagiß i da nia! 
*) Lutterbarren. ~) Habicht. 3 ) Tannenzweige.
	        
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