Volltext: Sammelband heimatlicher Dichtungen und Weisen [9]

's golda Rößl. 
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Muadä: 
Grimm di nöt um das, mein veitl! 
's Rößl siagt in Finstan guat, 
Laart^) eh sein Sackl und san'n Beutl 
(Ö 2 ) dein Schüsserl, ö dein'n Huat. 
„D’Kinnd, 3 ) denkts eahm, wirds nöt kränka, 
Dass i's bo da Finsta thua. 
wer eahns bringt, das is dös wenga!^) 
wanns a Freud habnt, is's ma gnua!" 
Veitl: 
wird wohl heunt nöt kemma kinna, 
Scheint da wanschein/) leuchten d' Stern. 
Muadä: 
Wernd eahm schan an'n Nöböl spinna; 3 ) 
D' Engeln thans vo Kerzen gern, 
wars a liachta, was's bon Tag is/) 
Scheinat d'Sunn a nu so hell — 
wos d'as seha wurst? 3 ) a Frag is's — 
's Rößl floigt ja oamal z'schnell. 
wir a Blitza wurs 3 ) di blendten, 
Wachast d'Augn vo Schrocka zua, 
Und vahialtst as ^o) mitn Wandten, 
wusch! n ) wars fort, mein liaba Bua. 
VerLl: 
Is's a ^engstel? is's a Staaten? 12 ) 
Fiats denn Flügl? is's schan bschlagn? 
Muadä: 
Häng/ 3 ) sist bringats dar a Ruathen, 
Recht a zachi/^) für dein Fragn. 
Geh ö d'Stubn und knia zun Bankl, 
Bitt und bet mit Hella Stimm. 
Herst amal ä Alinglklangl — 
veitl! aft: Iuhe! aft kimm! 
leert. 2 ) in. * 8 9 ) die Rinder. 4 ) das ist nebensächlich. 5 ) Mondenschein. 6 ) einen 
Nebelschleier spinnen. wäre es auch lichter als am Tage. 8 ) ob du es sehen würdest. 
9 ) würde es. 10 ) hieltest sie zu (verhieltest). u ) wie husch. 12 ) Stute. 13 ) höre auf. 14 ) sonst 
brächte es dir eine Ruthe, eine recht zähe.
	        
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