Full text: 7. Folge (7. 1935)

An lie 
Studienbibliothek 
Linz 
Nachr-ichtenblatt für die jüdische Be¬ 
völkerung ,Organ des Verbandes der 
Zionisten Revisionisten,Ortsgruooe Linz. 
7. Jjar 5695 7. Folge Linz, am lo.lvfal 1935. 
Austritt der Revisionisten aus der 7,0. 
Das Exekutivkomitee der Union, hat" untei* Vorsitz des aus Amerika zurückgekehr 
ten Präsidenten Jabotinsky folgende Beschlüsse gefasst : 
Gemäss der Resolution der 6. !r'eltkonferenz, die das Exekutivkomitee bevoll¬ 
mächtigt hat das Verhältnis der Union der Zionisten Revisionisten zu den 
Zion. Kongresswahlen, zum Kongress selbst und zum Schekel zu. bestimmen, ord¬ 
net die Exekutive an: ■ 
Ii Kein Mitglied der Union oder ihr angeschlossenen Körperschaft darf sich 
an den 7Tohlen ,zum nächsten Zion. Congress, sei es als Wähler oder als Kandi¬ 
dat, beteiligen-.' 
2. Nachdem die Zion. Organisation den■ Herz 1'sehen Schekl abgeschafft, und an 
seine. .Ste lie dine Legidimation parteiischen Ch.arakters eingeführt hat, darf, 
kein Mitglied der Union oder eine ihr angeschlossenen Kör oerschaft de.n neuen 
Schekel entgegennehmen• damit treten alle Revisionisten aüs Zion.Organisa- 
t ion aus. • 
?. "'er gegen diese Verordnung verstos^t, wird automatisch aus der Rev.Union 
und den ihr angeschlossenen Kproerschaf ten ausgeschlossen; • 
4. Die Rev.Mitglieder des Zion. Akt ionskomitees treten' aus diesem Organ aus. 
5. Das Exekutivkomitee stellt fest, dass die Zion. Organisation einer Vertre¬ 
tung der zweit grössten aller Zion..Richtungen ermangelt, wodurch die Z.O. da3 
Recht verloren hat , als eine Vertretung der gesamten Zion. Bewe/rune zu fun¬ 
gieren. 
Ter die Entwicklung im Zionismus der letzten Jahre verfolgt hat muss erken¬ 
nen, dass sie getragen war von Kamof* Hass und. Blut schuld lügen, welche von 
den sozial. -Herrschern der ^.O. gegen den Revisionismus ei'hoben wurden. Seit 
April 1925 also gerade lo Jahre kämpft die rev. Bewegung für das Primat der 
Klassengemeinschaft und des Judenstaates. Von Kongress zu Congress haben wir 
auf die politische Unzulänglichkeit der Zion. Führung und auf die verheeren¬ 
den Folgen der Klassenkampf Jdeologie für °alästina hingewiesen. 
Statt in solldarlscher und gemeinsamer Arbeit aller Schichten des jüdischen 
Volkes am Aufbau Erez Israels mitzuwirken, stellt sich die heute am Ruder be¬ 
findliche "Linke" bewus5t in schärfstem Gegensatz zu den Postulaten des al¬ 
ten und ewig wahren herzl' sehen Zionismus, die in der Erreichung des Ju.den- 
staates . und-der sozialen Gerechtigkeit giofe In. . Statt*sozialer Gerechtigkeit, 
streben die heutigen Machthaber im Zionismus die Klassendiktatur an und füh¬ 
ren den J.ischuv in'ein unabsehbares Chaos. Den sinnfälligsten Ausdrück des 
Machtstrebens der soz. Führer der Z.ö. ist aber die willkürliche Unterjo¬ 
chung aller Zi on. Par te ien unter ihr .Diktat durch Anbringung der Disziplin- 
klausl auf dem Schekel. Diese Klausel, besagt nicht weniger als die bedin¬ 
gungslose Unterordnung und Verzicht auf jede freie Meinungsbildung bezw.po¬ 
litische Aktivität. Damit wurde der alte von The odor Herz 1 geschaffene 
Schekel schändlich missbraucht und zu einem Parteizettel herabgewürdigt,des - 
sen Erwerbung die Praktiken der soz. Volks beg lfickung in Palästina fördert. 
Jeder der den Schekel erwirbt , b e g e h t 
einen V_e r_r_a_t a_m _^__e r k e The od o r K e r z 1 T s 
und liefert Palästina und die Zukunft .des lud. Volkes d'em Chaos klassenkämpfe 
rischen Ungeistes aus, der schon der Menschheit und insbesondere de'm Juden- 
tume soviel Unglück gebracht hat. 
Die Revisionisten haben diesen Gewaltakt mit lern Austritt aus der Z. .beant¬ 
wortet . "ir werden das Erbe The odor Herz 1's, den Gedanken an den Judenstaat 
mit hinausnehmen aus der Organisation, die heute nicht mehr die gesamte -Ffe-v. 
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