Süher Schall der Maienglocken, 
Don des Tags gesdräft’gem Tun 
Mahnt die Herzen sanft dein Locken, 
Bei der Jungfrau auszuruhn. 
lind zum Dome eilt die Menge, 
Dicht gereihet Schar an Schar, 
Laut umfluten Feftgefänge 
Den geschmückten Maialtar. 
Ilm die Line, Makellose, 
Weben Lilien ihren Grufj, 
Und der schönsten Maienrose 
Küsten Rosen hold den Fuh. 
Weihrauchdüftc schimmernd wallen 
Ilm der Jungfrau heil’ges Bild, 
lind des Bischofs Worte schalten 
Don der Kanzel klar und mild. 
Wie ein sanfter Maienregen 
Auf die Flur herniederrausdrt, 
Fliehet feiner Rede Segen 
Auf das Dolk, das stille lauscht: 
„Laht uns einen Tempel bauen 
Jhr, der Himmelskönigin!“ 
Also spricht er mit Dertrauen 
Auf der Seinen Opfer sinn.
	        

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