121 
Sieh’, wie am llferrand die Wellen 
Sich kräuseln, heben, säuseln, schwellen, 
Als seien in der stillen Tlacht, 
Verborgen in den dunklen Tiefen, 
Die Leister, die darinnen schliefen, 
Zum sehen heimlich aufgewacht. 
Tlun horch, welch wunderseltsam Klingen, 
Wie Saitenspiel, wie fernes Singen 
Aus alter Zeit, die längst verblich, 
Als einst im Schall der Nibelungen 
Das Stromgelände süh umklungen 
Herrn Volkers kühner Bogenstrich; 
Da hell im Zug der Kreuzesheere 
erschollen fromme Pilgerchöre, 
Doch sieh’, wie dort die Flut erglänzt! 
6s hebet aus den schaum’gen Flocken 
Sin hoher kreis die Silberlocken, 
Von grünem Schilflaub dicht umkränzt. 
ein Harfenspiel ruht in der sinken, 
Dran goldenhell die Saiten blinken, 
Sie rauschen auf in Wer Macht. 
Und feierliche Klänge wallen 
Hin zu des nahen Domes Hallen, 
lind tief und voll klingt’s durch die Tlacht: 
„Heil dir, mein Dom, du Wunderblume, 
Die zu der Makellosen Ruhme 
Den Blütenkelch wie keine trieb;
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.