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von dem verschwundenen Baumaterial des Grindelsberges."
Hoch und rotfarbig steigt der mächtige Turm aus den Häusern
hervor. Ueber eine große, breite Stiege müssen wir empor und
wir treten ein in das Gotteshaus, das wie immer eine weihevolle
Ruhe atmet.
Um 1445 war Aeneas Sylvius Piccolomini, der Sekretär des
Kaisers 'Friedrich III., Pfarrer von Aspach.
Zur Erinnerung an.diese für Aspach so wichtige Tatsache
enthüllt die Gemeinde in der Kirche, links vom Hochaltar, eine
Gedenktafel:
Aeneas Silvius Piccolomini,
Pfarrer von Aspach
1444—1447,
Pius II. Papst
1458—1464,
anläßlich der Markterhebungsfeier
am 3. Juni 1928 gewidmet von der
Markt- und Pfarrgememde
Aspach.
Aeneas fand eine bessere Pfarre
in der Kirche zur hl. Maria zu
Aspach in Bayern, unweit des Jnn-
ftromes gelegen, welche ihm Leon¬
hard, Bischof von Passau, aus
freien Stücken verlieh.
Comment. Lib I., pag. 15 B.
Die früher schon erwähnte Gruft war vor der Gründung
von Maria-Schmolln das Ziel vieler Wallfahrer. Besonders der
15. August ward festlich begangen.
Der Friedhof lag um die Kirche. An die Friedhofmauer an¬
stoßend und vom Platzl auf der großen Kirchenstiege aus zu¬
gänglich, war ehedem ein Krämerladen. Davon steht heute noch
das dem Fleischhauer Sternbauer gehörige Kellergewölbe.
Der neue Friedhof besteht seit 1845 und ist, an eine Berg-
Halde gelehnt, an 6er Straße nach Mettmach. Langhaarige Birken
wiegen sich darin und grüßen, vom Winde bewegt, die Grabes-
hügel.

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