Volltext: Vom Kriegsausbruch bis zum Ausgang der Schlacht bei Limanowa-Lapanów ; 1. Das Kriegsjahr 1914 ; [Textbd.] ; (1. Das Kriegsjahr 1914 ; [Textbd.] ;)

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Der Herbstfeldzug 1914 gegen Serbien und Montenegro 
42. HID. Gelegenheit, dem Nordflügel der DrinD.II die in der Nacht 
eroberte Höhe südlich des Onjegbaches wieder zu entreißen und die 
Serben über eine Schlucht zurückzujagen. Das Korps erzielte also einen 
prächtigen Abwehrerfolg, obzwar es in 15 km breiter Front nur 17.000 
Feuergewehre einsetzen konnte. 
Der Erfolg der Domobranzen erleichterte der 40. HID. die Vertei¬ 
digung des Cukor wesentlich. Ein großer Ansturm, von neun serbischen 
Bataillonen, nach mehreren im Keim erstickten Anläufen gegen 2h nachm* 
unternommen, brach nach wenigen Schritten im frontalen Abwehrfeuer 
der Ungarn und unter der flankierenden Einwirkung der Kroaten zu¬ 
sammen. Diese stießen bei gleichzeitiger Abweisung eines Angriffes in 
die Flanke des Sturmbockes vor und brachten ihn ins Wanken. Fortan 
war kein Einklang mehr in den Angriffsversuchen der beiden serbischen 
Divisionen. Die 48. ID. wurde durch das Dragolj-Detachement und das 
Gros der TimD.II sowie durch starkes Artilleriefeuer, das sich auf die 
Vrlaja und die Front Lipet—Golubac legte, in Atem gehalten. 
Indessen bedrängte die serbische 1. Armee nach ruhig verbrachter 
Nacht das XVI. Korps. Gen. Misic hatte die DrinD.I entlang der Straße 
über Boljkovci, die MorD.II und die DonD.I zwischen den zwei in das Ljig- 
tal führenden Straßen zur Gewinnung der Prostruga und des Rajac, die 
DonD.II gegen den Suvobor und die Babina glava angesetzt. Der Mittel¬ 
gruppe und dem linken Flügel folgte je ein Regiment als Armeereserve. 
Die Wucht des Angriffes traf die 14. GbBrig., die wie alle Teile 
des XVI. Korps nun auch schon an empfindlichem Mangel an Infanterie- 
munition litt. In der Front von der MorD.II, in der Südflanke vom 
rechten Flügel der DonD.I angefallen, mußten sie und die links an¬ 
schließende 2. GbBrig. unter großen Verlusten weichen, bis sie südlich von 
Boljkovci durch die 7. GbBrig. der 1. ID. Aufnahme fanden. Diese setzte 
nun mit der 7., 8. und 9. GbBrig. um 4h nachm. zum Gegenstoß an1), 
der die DrinD.I beiderseits der Straße zurückwarf. Gen. Misic ließ sich 
jedoch durch diesen Mißerfolg nicht verleiten, Kräfte der Mittelgruppe 
an den rechten Flügel abzugeben, da er erkannte, daß der erhoffbare 
Gewinn der Prostruga auch die Stellungen bei Boljkovci unhaltbar machen 
werde. Tatsächlich mußte um diese Zeit die 14. GbBrig., neuerlich gewor¬ 
fen, auf die Prostruga zurück, als zu Mittag der linke Flügel der DonD.I 
die 3.GbBrig. von der Höhe Makljis südöstlich von Banjani zurückdrückte, 
was auch den rechten Flügel der 50. ID. zwang, der DonD.II Raum zu geben. 
Bei dieser Gefechtslage konnte die 1. ID. ihren Erfolg nicht durch 
!) Ehrenbuch der Hesser, II, 204.
	        
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