Volltext: Das Herzogthum Salzburg oder der Salzburger Kreis (5. 1839)

Pfleg gericht Gastei n. 
427 
In der Pfarrkirche werden die Gemählde an den zwey 
größeren Seitenaltären gerühmt: die Geburt Christi 
.und die Erscheinung der Weisen aus dem Mor¬ 
gen lande. Im ersteren richtet eine aus dem Grabe em¬ 
porsteigende Mutter mit einem erst gebornen Säugling im 
Arme den Blick dankend aufwärts. Sie sey scheinbar 
verschieden in die Gruft gesenkt, zufällig aber wieder 
gerettet worden, und habe glücklich geboren. Zum frommen 
Andenken habe ihr Gemahl, Pfleger in Klammstein, diese 
Geschichte mahlen lassen. So die Sage! Hier und in den 
Seitenkapellen zeigen Epitaphien die Ruhestätte der Stroch- 
ner (1476, 1489 )/ der Geißler, Grimming, von 
Zauner, Christoph Weitmoser (1553 nach dem salzb. 
Jntelligenzblatte 1300 Nr. 3 und 6), Straffer, Krü- 
ner (1568, 1572, 1531), Engelmoor, Hölzl, Feuer- 
singer (1549) re. An der oberen Kirchhofmauer re. 
bewahren große Marmorplatten das Andenken der Zotten, 
Haunsberg (1508), Rosenberg, Katzbeck, Keuyl, 
Schmelzing, Anfang, Schott, Prank, Kirch- 
pichler, Dietrichstein, Perner, Aufner, Speuck, 
Ayden, Zauchner, Zappler, Vätzl, Mayr, Baum- 
garten, LeikHofer, Klain re. Schade, daß diese 
merkwürdigen Ueberreste allen Unbilden ausgesetzt sind! 
Der erste Pfarrer zu H 0 f g a st e 1' n war Herr Michael 
1527 , 1349 Rugerus, Magister scliolarum salisb. 
Unter den noch stehenden Profangebäuden verdienen be¬ 
merkt zu werden: zwey Getreidmagazine; der Strafferhof, 
jetzt das Bräuerhaus mit einem gewölbten Saale; die Rui¬ 
nen der Weitmoser im Hausraume des Platzbäckers ; die Ver¬ 
sammlungsstube der Gewerken, in der Speisverwaltung mit 
den Wapen des Hanns Weitmoser und der Ursula v. Moß- 
haim, der Zottenhof an der Bräuerey, das Anfang Schloß re., 
alle diese mit schönen Fenstern, Schnitzwerken, karnelirten 
Säulen von Serpentin (die Brüche davon 1 Stunde von Hof) 
reichlich geziert, an der Eingangsthüre Nr. 109 vom Kenner 
auch die Gesetze der Akustik zu bemerken. 
Weit führet die Ortsgeschichte zurück. 894- soll hier die 
erste Kirche erbaut worden seyn; schon früher stand hier eine 
Kapelle zu U. L. Fr. am Griese. Sie kommt 1223 als Pfarr¬ 
kirche vor. 1243 verwendete Erzbischof Eberhard II. 
die Einkünfte der Pfarre zur Dotirung der 3 vorzüglichsten 
Präbenden am Domstifte. 3m Jahre 1539 verbrannte die 
E e z
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.