Full text: Die Pasubio-Kämpfe 1916 - 1918

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Urlaubserteilung in die Heimat zeitweise einstellen und die bereits auf 
Urlaub befindlichen, politisch verhetzten Elemente von der Front und 
Etappe abhalten. Trotzdem drangen Gerüchte über die Unverläßlichkeit 
von Truppen andersnationaler Zusammensetzung, Gerüchte von der bevor¬ 
stehenden Räumung der eroberten und besetzten italienischen Gebiete 
durch und erzeugten bei Offizieren und Mannschaften eine gewisse Span¬ 
nung der Gemüter. 
Besprechung beim Korpskommando in Serrada (Sommer 1918), Von links nach 
rechts: Obst. Fritz v. Fößl, 1. Regiment, ObstL Tesar, 2. Regiment, Obstl. Szam- 
wald, 3. Regiment, Obst. v. Tschan, 2. Regiment, Kommandant der Kaiserjäger- 
Division, Prinz Schwarzenberg, Kommandant des XIV. Korps, Gdl. Ignaz von 
Verdroß, Obst. Putzker, 4. Regiment, Obstl. von Cordier, 1. Regiment. 
(Bild aus „Tiroler Kaiserjäger im Weltkrieg" von Guido Jakoncig. 
Verlag Wagner, Innsbruck.) 
Am 31. Oktober nachmittags traf beim Brigadekommando53) ein 
telephonischer Vorbefehl ein, der die Brigadiere für den 1. November zu 
einer Besprechung zum Divisionskommando befahl. Bei derselben wurde 
die Rückverlegung der Divisionsfront in die Linie des Jahres 1916 in der 
Nacht vom 2. auf den 3. November angeordnet. Trotz der vielen schon 
vorher auftauchenden Gerüchte und weil beim Feinde in den letzten 
Oktobertagen keinerlei Anzeichen einer Änderung seines defensiven Ver¬ 
haltens zu bemerken war, kam die Nachricht sehr überraschend. 
53) Die Angaben über den Zeitabschnitt der Rückverlegung der Front ab 31. Ok¬ 
tober sind dem Kriegstagebuch des Generalstabsoffiziers der 1. Kaiserjägerbrigade, 
Hptm. d. Gstkps. Langthaler, entnommen.
	        
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