Volltext: Braunauer Heimatkalender 1931 (1931)

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Da hat er si' benft, für a Prob' gang's net schlecht; benn er hätt' 
heut’ z'erst koa Lust g'habt zum Groameteinfahr'n; b’rum hat er g’fagt, 
daß er ’s Groamet einfcthr’n wollt’. Also hat er sein’ Zweck burch bö 
verkehrt’ Method' erreicht. 
Nacha is er scho' kecker worb'n unb hat wieder o’g’fangt unb hat 
9^9t*„Se|’ haft abers ’s Stüberl so fchö’ aufputzt unb z'sammgramt", 
hat er g’fagt, „frei a.Freud is", hat er g’fagt, „’s Dahoambleib’n, g’rab 
hoamli is", hat er g’fagt- ,,J’ möcht’ heut net zum Wut geh’", hat 
er g’fagt, „net um viel Gelb!" 
„Daß b’ma b’ Stub’n voll Sauerei machst", hat sie g’antroort. 
„Geh’ zum Wirth, ober geh’ hi’, wo ber Pfeffer wachst! hat f g’fagt. 
Da hat er wieba a Morbsfreub’ g’habt unb hat si' benft: Dos 
geht guat! Denn iatz’ hat er’s richti burch bie verkehrt’ Method' bahin 
'bracht, baß er heut auf ö’ Nacht zum Wirt geh’ berf. 
Da is er ganz frech ’raotb’n und hat wieder o’g’fangt unb hat g’fagt, 
baß iatz’ z’ Müncha balb ’s Oktoberseft is unb baß ba so viel Leut ’nauf» 
roctfen unb etliche vom Ort a’; unb er begreift net, wia b’ Leut so viel 
Gelb ausgeb’n fintta für so was, unb be thean bo nix brob’n wia faufa, 
unb eahm reuet sei’ guat's Gelb, unb er möcht net auf Müncha fahr’n, 
bet berfet’n Dana zahl’n. Unb ber Hanssepp hätt wirkli’ g’fagt, er zahlet 
eahm b’ Fahrt, aber er hatt' ,koa' Zeit, baß er in ber Welt umananber 
fahret; so hat er g’fagt. 
Da hat sie gar nix g’fagt b’rauf. 
Da hat er wieder o’g’fangt unb hat g’fagt: „Was sagst iatz’ Du 
bazua, Urschet? hat er g’fagt. „Hab i net recht, baß i net auf Müncha. 
fahr’ ? 
„Am Buckl steig’ rna’ aufi!" hat f g’fagt. 
Da hat er si’ benft: Iatz is’s ganz gleich ober oa’ Tenfi unb hat 
g’fagt: „Unb wennft mi’ selber bitten tatst, Urschet, baß i' auf Müncha 
fahr’n sollt’ und sollt’ Dir an’ neuen Spensa mitbringa, i möcht’ net!" 
Wia b’ Urschet vom Spenser g’hört hat, ba is ’s grad’ g’wen, wia 
wenn's a’ Wepsn g’stoch’n hätt’. Da is s' ansg’fahr'n, unb auf oamol 
is’s o’ganga, wia wenn a Wolken am Himmel ausemanba brocha war. 
„Unb 's ganze Jahr hätts nix als wia b’ Arbet unb ’s G’frett mit eahm, 
unb baß f et’ so an’ Salti g’heirat hätt’ unb anbete laufeten umananber 
im größten Staat, unb sie war fcho’ balb ber Weiberspott, unb net amol 
an’ Spenser vergunnt er ihr!" Da is ber Häuslbetz kloa’ berfchrocka 
unb hat g’fagt: 
„Sei nur um Gotteswillen wieder guat, Urscht", hat er g’fagt. 
„I' fahr fcho' auf Müncha, und den schönsten Spenser, ben's in bet Stabt 
gibt, bring, i Dir mit!" 
Da hat f g’fagt: „Du werft was versteh' von aran Spenser! 
„I’ roerb’ fcho’ selber aufi fahr’n", hat f gesagt, „unb werd' mir oan 
kafa", hat f g’fagt, „und Du bleibst bahoant", hat f g’fagt. „Unb iatz’ 
gehst aufji unb thuaft ’s Groamet z’samm’, weil ma's bennet ei’fahr’n; 
nacha kannst heut’ auf b’ Nacht dahoambleib’n", hat f g’fagt, „weil ’s 
Dir gar so guat g’fallt", hat f’ g’fagt, „in Dei'm z'fammpntzten 
Stüberl!"
	        
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