Full text: Kriegsbilder Nr. 44 1915 (Nr. 44 1915)

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Der viel bestaunte größte Insasse des Engländer-Lagers Das Postamt im Lager, bei dem die Internierten ihre Geldsendungen 
in Ruhleben, ein Transvaalbure. in Empfang nehmen. 
Das Engländer-Internierungslager in Ruhleben. 
Viele Engländer, welche sich bei Ausbruch des Krieges in Deutschland befanden, wurden in dem großen Jnternierungslager auf der Trabrennbahn 
in Ruhleben untergebracht. Um sich die Zeit zu vertreiben, haben sie sportliche Ver^ne gegründet; so fand sich eine Baseball-Mannschaft zusammen, 
die regelmäßig ihre Turniere auf der Trabrennbahn abhält. Hierbei wird ein kleines Eintrittsgeld erhoben, um die Unkosten zu decken. Kleine 
Kioske und andere Verkaufsläden wurden errichtet, in denen Milch und verschiedene Kleinigkeiten für die Internierten feilgeboten werden. Selbst 
ein Graveur ist dort, der den Internierten in gekaufte Andenken Namen eingraviert und auf diese Weise seinem Berufe auch hier nachgeht. Die 
Internierten haben dort ihr eigenes Postamt, sogar ein eigenes Theater, in dem mehrere Hundert Sitzplätze sind, und auch eine selbst erbaute 
Kapelle, in der sie ihre Andachten verrichten. Sie fühlen sich sehr wohl in dem Lager, da sie viel Freiheit genießen. 
Ein Boxmatch unter den Internierten. (Phot.A.Grobs.)
        

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