Full text: Der Inn-Salzachgau 43. Heft 1937 (43. Heft / 1937)

  
195 2. 
beſchränkt, aber grundsätzliche Bedeutung gerade auch für den 
Inn-Salzachgau hat. Vielfache Fragen ſtehen zur Behandlung 
noch offen. Sie werden im allgemeinen wohl eine um ſo bes- 
ſere Löſung erfahren, je enger ſie geprüft und behandelt werden. 
Auf die Erfaſſung des Waldes innerhalb der Dorfflur im 
Bereich der einzelnen Grundherrſchaſt und im Wirtſchafisleben 
der Städte kommt es ganz beſonders an. Aus ſolchen Dar- 
ſtellungen wird die Heimatforſchung nicht weniger Gewinn 
jthen ul. “ge zlgemeine Darſtellung der Geſchichte des 
e en eſens. 
""I bschlleßend ty noch einige Beiſpiele dafür genannt, 
wie auch in einer Geſchichte des Forſtwesſens ſymbolhaft die 
Zusammengehörigkeit unſeres völkischen Lebensraumes gegen- 
über der heutigen Grenzziehung zum Ausdruck kommt: Seit 
dem 15. Jahrhundert greift der Holzbezug für Reichenhall 
hinauf in die Seitentäler des mittleren Pinzgaues, Jahrhun- 
derte lang war der Weilhart einer der wichtigsten unter den 
Fohlen des hgyeriſchen HfÂesvss cis Kurfiehter. bié Ulle 
frtſottuuts ft L' MA ch) s wert ue 
ſezt. Bedenkt man die Kleinigkeiten recht, ſo zeigen ſie gut, 
wie auch eine aufs Einzelne zunächſt gerichtete Heimatforſchung 
h. Bes zu den großen Fragen des Volkes wieder zurückee. 
inden läßt. . 
Heimatarbeit im Innviertel. § 
Der seit über 20 Jahren in Braunau als Arzt tätige Dr. med. 
et phil. Ed. Kri e ch b aum hielt anfangs April in München 
mehrere Vorträge, in denen er sür seine öſterreichiſche Heimat als - 
ein altbaieriſches Land Zeugnis ablegte und gleichzeitig einen 
wertvollen Einblick gewährte in sein eigentliches Arbeitsgebier. 
Heimatarbeit im Innviertel. Auf drei Säulen beruht 
nach den von Dr. Kriechbaum auf einem Abend der Volks- 
bildungskanzlei München des Landesverbandes für na- 
tionale Volklserziehung gemachten Ausführungen diese ſeine Hei- 
matarbeit, auf der Heimatforſchung, dem Heimatſchutzz und der 
Volkserziehung. Als wesentlich für die Heimatforſchung bezeich- 
nete er dabei die verknüpfende Darstellung, die Hineinſtellung der 
Forſchungsarbeit in den Lebenskreis der ganzen Landschaft, wie es 
auch beim Heimatſchutz ſein müsse, der ſich beiſpielsweise nicht auf 
einzelne Pflanzen beschränken darf, sondern sich auf die ganze , 
 
	        
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