Full text: Der Inn-Isengau 34. Heft 1933 (34. Heft / 1933)

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ist, zu Guttenburg^. Sie treten in verwandtschaftliche 
Beziehungen zu angesehenen Adelsgeschlechtern. Hie 
raus erwächst ihnen weiterer, reicher Güterbesitz. Von 
großer Bedeutung ist in dieser Hinsicht die Heirat Wal 
ters II? mit Herwuerch, der Tochter Cunos von Gutrat, 
durch welche er Ansprüche auf zahlreiche Besitzungen im 
Salzburgischen, aber auch im Gericht Kling erlangt haben 
muß. Bei einer Erbauseinandersetzung (Passau 1304) 
mit seinem Schwager, dem Landrichter ob der Enns 
Eberhard von Wallsee, verbleiben ihm die Burg Senften- 
berg an der Krems sowie die Dörfer Zeining und Kuf- 
fern und die nach Senftenberg gehörigen „edelen Leute"s. 
Dieser entfernten Besitzungen in Niederösterreich muß er 
sich jedoch schon bald entledigt haben. Dagegen bilden 
die Güter im Gericht Kling einen wichtigen wirtschaft 
lichen Bestandteil der Guttenburger Grundherrschaft, wie 
sich jetzt überhaupt, wie man gut beobachten kann, der 
Grundbesitz immer mehr in den Gerichten Kraiburg, Mer- 
mosen und Kling um die Stammsitze Taufkirchen und 
Guttenburg konzentriert. Im Jahre 1365 * 2 3 4 5 6 vertauscht 
Matheus von Tauffkirchen den Plankenhof zu Lanzing 
(Gericht Kraiburg) und den Oberhof zu Portern (Gericht 
Kling) an das Kloster Baumburg um einen an Gutten 
burg unmittelbar angrenzenden Hof zu Gangal? und zu 
Wimpassingb, womit der Gütererwerb im wesentlichen 
abgeschlossen ist. 
Vas Gebiet der haupthafmark Guttenburg. 
Auf das düstere Jahrhundert der bayerischen Rechts 
entwicklung (1350—1450) folgte bald ein Wiedererwachen 
der landesherrlichen Verwaltung. Dies zeigte sich auch 
1) a. q. O. Bö. 3, ©. 15 f. 
2 ) Q. Q. O. Bö. 3, &. 14. 
3 ) Starkenfels in Siebmachers Wappenbuch, IV, 5. Die dort 
nicht näher bezeichneten Quellen konnten uns allerdings nicht be 
kannt werden. 
4) Reg. Boic. IX, 130. 
5 ) Die beiden Hdfe zu Gangall waren 1135 bzw. 1140 von 
Kraiburg an das Kloster Baumburg als Seelgerät tradiert worden. 
MB III, S. 27 Nr. LXXVII und S. 28 Nr. LXXXI. 
6 ) Der Hof zu Wimpassing war 1150 von Kraiburg nach 
Baumburg tradiert worden. MB III, S. 36 Nr. Clll.
	        

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