Full text: Der Inn-Isengau 34. Heft 1933 (34. Heft / 1933)

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liche Mehrzahlbedeutung zu fassen ist. Dann hätten 
wir in a. 1267 Staving entweder ein Beispiel früher 
Ver-ing-ung (wie Starginun, Starkinmn zu Starin 
gin, s. unter Hofstarring) oder eine selbständige Ne 
benbildung vom gleichbedeutenden Worte stallo. — 
Die Deutung „Stapelplatz", welche Ernst Schwarz 
(Ortsnamen des östl. Oberösterreich, S. 51) dem 
Worte (mhd.) Staffel zur Erklärung der ON Staf 
felberg u. Staffling (Staiielarn — „bei den Leuten 
an einem Niederlagsplatze") gibt, ist weniger an 
sprechend, zum mindesten in unserem Falle unzu 
treffend. — Gr. Kapitel Isen. 
Straubing, ma. strauveng, bestehend aus Oberstrau 
bing und Niederstraubing (D. bzw. Kd., G. Stein 
kirchen), a. 849 Strupingas (Bitt. 707), 10. Ihrh. 
Strupinga, Strupingun (Bitt. 1071,1262), 11. Ihrh. 
Strübinga, Strubingin (Bitt. 1421; Eb.I, 67a), 12./13. 
Ihrh. Strubingen (Bitt. 1508,17201., 1538 s.; Hauth. I, 
732; OA 2, Nr. 150 u. 169), Strubinen, Strobingen 
(OA 2, Nr. 17 u. 73), Albertus Strubignare, Stru- 
bingar (Hauth. I, 733, 735, 738), 16. Ihrh. Strau 
bing (Deut. III, 876), Ob. Straubing, Nid. Straubing 
domus nobilis (Ap. S. 193). — Vom PN Strupo 
(vgl. das ahd. Adjektiv strüb — struppig, vom Haar), 
der in den Freisinger Traditionen gar nicht, in St. 
Emmeramer Urkunden des 9. Ihrh. aber sehr häufig 
zu belegen ist und im Hochadel des Donaugaues 
(Stadt Straubing!) verbreitet war. (Quellenftellen 
bei Mondschein im Jahresbericht d. hist. Vereins f. 
Straubing 5, S. 46 f.) Durch Allianzen im früh 
bairischen Adel dürfte der Name in den Semptgau 
herübergekommen sein. — Gr. a. 1553: „Straubing. 
Edlmans Sitz, gehört Wolfgangen Auer, hat dabei 
zwen Höf, die Täfern und drei Sölden; mer zu 
Obernstraubing am Hueb und ain Sölden". (LErd. 
4, fol. 516.) 
S ulding (Kd. u. Ldg., Pf. Wambach), ma. suideng, 
ca. 1060 Sullingin (Eb. I, 86), 12./13. Ihrh. Sullin- 
gen (Trad. III, Nr. 72 = MB 1, 153; MB 8, 457; 
Mch. II, 2 Nr. 18), 15. Ihrh. ff. Sulding (LErd. 1,
	        

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