Full text: Der Inn-Isengau 34. Heft 1933 (34. Heft / 1933)

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u. Trotter in Verh. d. hist. Ver. f. Ndb. 64, S. 74, 
Anm. 28, weder auf Söllern, G. Inkofen, AG Moos 
burg, noch auf Söllern, Pf. Petershausen, G. Jetzen 
dorf, BA Pfaffenhofen, sondern hieher zu beziehen; 
das mitgenannte Zeizpoldesperga ist Maiselsberg 
Kw., G. Moosen, BA Erding), ca. 1125 Lolarefnf 
(Iraci. III, dir. 2), a. 1401 Solorn (Salpuech fand 
Johanns Gotzhawß, Stadtarchiv Erding, fase. 82, 
dir. 4), 15./16. Jhrh. Solam (LErd. 1, fol. 40; 4, 
fol. 472; UErd. Nr. 1813 u. 1815). — Unechter 
ing-Name. Der Erklärung mit dem ahd. Lehnwort 
8olari — Söller, sonniges Obergeschoß aus lat. So 
larium (so Wallner, Altbair. Siedelungsgeschichte 
S. 65; ders., Die ON des Bezirksamtes Pfaffen 
hofen = 3. Heft der Veröffentlichungen des Heimat 
vereins Pfaffenhofen a. d. Ilm 1932, S. 43 f.; so 
auch Bacherler im Sammelblatt d. hist. Ver. Eichstätt 
88, S. 85) ziehe ich vor die Deutung * ze solarun = 
bei den Siedlern am sol, b. i. am Sumpf. „Solling 
liegt in einem sehr sumpfigen Tal." (Mitteilung 
des H. Kooperators Jos. Gammel-Dorfen.) — Gr. 
Stadtkirche St. Johann in Erding (Huebmaier), 
Propstei Berchtesgaden (Peuntner), Kloster Au a. 
Inn (Neumaier). Vgl. EErd. 4, fol. 472; 6, fol. 
Staffing (E. mit Kirche, G. Eibach), ma. stäffeng, a. 
1267 Stauing [u = v] (H.-St.-A., Kl. Lit. Isen Nr. 1, 
fol. 3), ca. 1310 Staeffing (MB 36b, 146), a. 1450 
Stafing (Kl. Lit. Isen 2, fol. 6), 16. Jhrh. Staefing, 
Stäfing (Deut. III, 378; LErd. 4, fol. 440; Kl. Lit. 
Isen 5, fol. 12; Ap. S. 198). — Vom ahd. Masku 
linum stapho, staffo = Schritt, Stufe: „bei den 
Leuten auf dem Hügel (Geländestufe)". Staffing 
liegt sehr schön auf Höhe 491 m gegen 438 m des 
Marktes Dorfen. Wahrscheinlich ist auch unter a. 
879 Staffelun (Hauth. II, S. 46) u. a. 924 Stafalon 
(Hauth. I, S. 107) Staffing zu verstehen (vom ahd. 
Maskulinum staphal, staffal — Staffel: „auf der 
Geländestaffel, auf dem Hügel"), wobei der Dativ 
Plural als Normalkasus der Ortsnamen ohne fach-
	        

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