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sind/ ebenso die verschiedenen ing-Orte in der Nachbar
schaft, wie Ampsing, Genzing, Neundling, Vogging,
Wendling, Kiefering, Loipfing, Ratzing, Peitzing,
Sippensiedelungen und Einzelhöfe — sind wohl eine
Grundlage für die Datierung der Besiedelung und Kul
tivierung der Gegend; für Salmanskirchen aber läßt
sich daraus kein sicherer Schluß ziehen. Vielleicht dürfen
wir, ohne zu hoch zu greifen, die Anfänge dieses Ortes in
das 10. Jahrhundert ansetzen, wenn nicht noch etwas
früher.
Die DfWngrr als Herren von Salniiinskirchrn.
Seit Anfang des 13. Jahrhunderts begegnen uns
die Pfäffinger (Pfeffinger) als Herren von Salbern-
kirchen. Sie hatten ihren Stammsitz in Steeg bei
Buchbach? Dort hauste seit 1203 der Ritter Wernherr
Pfäffinger mit dem Beinamen der Fromme; seine Haus
frau war Anna Kuchlerin von der hohen Küchel.
Wernherr starb i. I. 1216 und wurde begraben in Raiten
haslach bei Burghausen; in diesem Kloster hatten die
von Pfaffing ihr Erbbegräbnis? Sein Sohn Othmar
Pfäffinger, Ritter „im Bart", setzte sich 1227 mit seiner
Frau Elisabeth von Aheim a. d. Vils nach Salbern-
kirchen. Wie und wann dieses in den Besitz der Pfäf-
singer gekommen ist, weiß ich nicht zu melden. Othmar
fand 1246 sein Grab im Kreuzgang bei den Karmeliten
in Wien. Othmars ältester Sohn, auch Othmar genannt
0 Vgl. „Jnn-Jsengau" 1924, H. 8. S. 4-5.
2 ) Es gab mehrere Geschlechter mit dem Namen pfäffinger
von Pfaffing. Vgl. M. B. I, 35; III, 67, 82. 88, 89, 250, 440,
493, 507. IX, 413-416. — pfäffinger mit einem umgestürzten Spitzhut
als Wappen waren ansässig in Isen und hatten in der dortigen
Stiftskirche ihr Begräbnis. —
Ha uptquelle für die Familiengeschichte der pfäffinger von
Steeg und Salmanskirchen ist das „S t a m m e n b u ch" des Degen
hard pfäffinger vom Jahre 1515: H.-St.-A. personensel. cart.
298. Eine Abschrift davon, gefertigt von P. Wolg. Schaumberger
im Kloster Seeon i. 1.1719, enthält coä. gern. 2273 (fol. 92-113)
der Staatsbibliothek. — Außerdem wurde benäht: Fr egberg,
Histor. Schriften III, 526-534; Geiß, Geschichte des Schlosses Herz
heim und seiner Bewohner: Oberb. Arch. VII (1845) S. 188-237.
3 ) M. B. III, 216, 224.