warten dann die Ankunft des neuen Jagd⸗
hundes und werden uns am Rüuckwege
eich mit hm. belanntmachen len4
Der Spaziergang wurde zurüudgelegt,
die Depesche aufgegeben und die kleine Ge—
selischaft etwartete am, Bahnsteig die An⸗
funft des Zuges. Dieser kam und aus
dem Gepäckswa--
gen wurde ein
ziemlich großer
Lattenverschlag
ausgeladen. — Der
Förster war hoch—
erfreut, daß der
neue Jagdgehilfe
doch moch rechtzei⸗
tig angelangt sei.
Als der Zug
den Bahnhof ver—⸗
lassen hatte, eilte
er, gefolgt von den
beiden Damen, zu
dem Holzverschlag
und, riß das! an
demselben befindli⸗
che Türchen auf,
dann prallte erx mit
dem Kernufluch:
„Kreuz, Teufel,
Donnerwetter“ —
einen Schritt zu—
rück. Aus dem Ver⸗
schlage sprang ein
schwarzer Schnürl⸗
pudel heraus —
Hinterleib, Pfoten
und Schnauze sau—
ber ausgeschoren,
in den wolligen
Kopfhaaren mit ei⸗
ner hochroten Sei⸗
denmasche gezsiert,
und froh, aus dem
engen Käfig befreit
zu sein, umkreiste
er in tollen Sprün—
gen den sprachlos
gewordenen För—⸗
er, dann schmiegt 44
er sich an die Komtesse Olga, und stieß
ein Freudengebell aus.
Hundevieh, elendes, wie lommst denn
du daher ?“ stießz wütend der Föxster her—
dor und als ob der Hund den zürnen⸗
den Mann versöhnen wollte, setzte er sich
auf die Hinterbeine und hob bittend die
Vorderpfoten zu ihm empor. Die jungen
Mädchen brachen in ein schallendes Ge—
lächter aus, in welches der hinzugetretene
Bahnhofsvorstand einstimmte. —
Ra die Vermutung nahe lag, daß
von der Hundezuchtanstalt zwei ähnliche
Vverschläge abgesendet, unterwegs aber ver⸗
pechfelt worden waren, telegraphierte der
Zahnbeamle dem Zuge nach, erhielt aber
von einer der näch⸗
ten Stationen die
Nachricht, daß sich
im Gepäckwagen
ein anderer Holz⸗
verschlag mit ei—
nem Hunde nicht
vorlinde. Auch auf
einTelegramm
Lehde's an den Be⸗
sitzer des Hunde—
zwingers kam die
Antwort, daß von
ihm noch nie an—
dere Hunde ver⸗
kauft worden wä—
ren, als nur Jagd⸗
hunde, und daß es
zanz ausgeschlos⸗
sen sei, daß sich
m Holzkasten ein
Pudel befinde. In⸗
zwischen befreunde⸗
te sich der Gegen—
tand des Depe⸗
chenwechsels im⸗
mer mehr mit Ol⸗
gg und Ella, ließ
sein Fell streicheln,
gab auf Verlangen
schön die Pfote,
und als die Da—
men ihn zum Ap—
portieren auffor—
derten, brachte er
edes geworfene
Holzstückchhen oder
Steinchen getreu⸗
ich wieder, Jetzte
ich und hielt es
den Damen hin,
Muhe aus der dargereichten Schnauze neh⸗
men konnten. insbesondere zutraulich zeig⸗
te er sich zu Komtesse Olgagg.
Der Förster stand vor einem unlösba⸗
en Rätsel, die Nummer und Bezeichnung
der Kiste stimmte mit dem Frachtbrief, nur
der Hund stimmte nicht. Mißmutig wollte
ich Lehde entfernen, aber der Bahnbe⸗
ante wies nach, daß auf der Sendung für
„Ich dachte, Sie werden mit uns einen
kleinen Spaziergang in den Wald ma⸗
chen?“ fragte sie ihn.