Volltext: Der Spaßvogel 1921 (1921)

— dadurch, daß man ihn in einen ge— 
chlossenen Raum bringt, seine Arme und 
Heine reibt und bürstet, ihn in wollene 
Decken einhüllt und eingewickelte Wärm— 
laschen um ihn herunilegt. Den Rumpf 
ge man höher als den Kopf, danut das 
Wasser aus dem Mund und den Atmungs- 
organen fließt, Mund und Nase reinige 
man von Sand, Schlamm ꝛc. Atmet 
e Ertrunkene nicht mebr, so in die füns- 
sche Atmung einzuleiten, und zwar so— 
lange, bis der Arzt kommt. 
Fremkörper in Schlund, Kehl⸗ 
fopf. und Luftröhre. Bleiben beim 
Essen oder beim Spiel der Kinder Ice 
Srper, wie Bohnen Exbsen, Linsen, Knöpfe, 
derne usw. in Schlund, Kehlkopf oder 
duftröhre stecken, so rufe man sofort den 
Arzt. Inzwischen kitzle man mit dem Dau⸗ 
zuen, um Brech⸗- und Hustenreiz hervorzu⸗ 
cufen, bamit der —— ausgeworsen 
vird. Wenn das lkeinen Erfolg hat, dann 
zrucke man Brust und Bauch an einen fe—⸗ 
Zen Gegenstand, wobei man dem Verunglück⸗ 
ten fest auf den Rücken schlägt. — Sind 
Fremdkörper in der Nase oder Ohr, so 
interlasse man selbst jeden Versuch, diesel⸗ 
hen herauszubringen, da sie durch solches 
Bemuͤhen mrist noch tieser in die Höhle 
hineindringen. Man warte ruhig, bis der 
Arzt zur Stelle ist. — Steckt im Binde— 
zautsacke des Auges ein — 
Staub ꝛc.), so ziehe der Verletzte das 
obere Augenlid möglichst weit über das 
untere usehe oder er streichle sanst über 
die geschlos senen A ez dem inneren 
Augenwinkel zu. Wenn die Entfernung 
uf ete nicht gelingt, so soll dex 
Verletzte stark nach oben sehen, während 
man das untere Augenlid nach unten 
zieht. Falls der Fremdkörper nun sichtbar 
wird, entferne man denselben mit einem 
angefeuchteten Taf enuczivsel oder mit 
einem Pinsel. Findet er 8 nicht, so 
uülpe man das obere Augenlid über ein 
— um und entserne dann ge⸗ 
v o den jetzt meist sichtbaren Fremd⸗ 
rper. 
»X 
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— 
Der Anterschled zwischen Nheumatissmus und Gicht. 
Der ausgezeichnete Kliniker Johann 
Lukas Schönlein (17931864) wurde von 
rinem Bekannten gefragt, ob er ihm nicht 
den Unterschied, zwischen Rheumatismus 
und Gicht in einer auch für Laien ver⸗ 
ständlichen Weise klar machen könne. 
„Nichts leichter als das,“ 5 der, Be⸗ 
ründer der — naturhistorischen 
Schule zur Antwort. „Denken Eie sich, 
man nähme eine Schraubenzwinge, steckte 
einen Fcbrer Finger hinein und schraubte 
un zu, bis Sie es nicht mehr aushal⸗ 
—A— —3 
— „Nun, und die Gicht?“ seoete der 
Indere gespannt. — „Wenn dann dbie 
mbe noch einmal herumgedrebt
	        
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