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Hier wiederzugeben, mit welch herzlichem Danke ich des Herrn Dr. Dock
gedachte und wie nicht minder herzlich ich auch unserm braven Herrn von Seefeld
dankte, für so manchen praktischen Wink und wohlgemeinten Rat, vermag ich
nicht. Gott lohne cs den lieben Menschen. Für dieses Mal wäre ich denn
zu Ende. Sagen möchte ich nur noch, daß ich heute, nach Verlauf von 13
Wochen, seit Beginn der „naturgemäßen Lebensweise" kräftig und wohl
bin: Magenbeschwerden, selbst nach reichlich genossener Mahlzeit fast nicht
mehr kenne und meine Frau in 7 Wochen 2V 2 Kilogramm an Körpergewicht
zu genommen hat. Ich dagegen bin Gott sei Dank leichter geworden.
Dies das Resultat der „naturgemäßen Lebensweise" in 13 Wochen nach
einem länger denn 7jährigen Leiden; fürwahr, ein herrliches Resultat und
wohl nachahmenswert.
Wericht
über die in Nr. 5 avisirte und am 30. und 31. Mai stattgefundeue
Versammlung des Zlaniin-Vereins für volksverstiindliche
Gesundljeitspßege ju Waldheim in Sachsen.
Die leibliche und geistige Gesundheit des Menschen zu fördern, die noch
immer unter dem Volke vorhandene Unkenntnis der leiblichen und geistigen
Natur des Menschen zu beseitigen und dem Publikum vernünftige Ansichten
über die naturgemäße Pflege des gesunden und kranken Menschenkörpers bei
zubringen , das ist die Aufgabe der Vereine für volksverständliche Ge
sundheitspflege. Die Erkenntnis von der hohen Bedeutung solcher Bestrebungen
für unser ganzes Volk bricht sich immer mehr Bahn und nicht zu bestreiten
ist der Segen, den solche Vereine schon gestiftet haben und noch stiften wer
den, aber unendlich viel ist noch zu thun, denn groß ist die Zahl derer, die
im Vorurteile gegen das Natnrheilvcrfahren befangen sind und noch dem ver
derblichen Arzneizopf huldigen. Daher ist es sehr geeignet, wenn man von Zeit
zu Zeit an verschiedenen Orten öflentliche Zusammenkünfte der Anhänger des
Natur Heilverfahrens veranstaltet, wo die Mittel zur weiteren Ausbreitung be
sprochen und beraten, auch Vorträge gehalten werden, zu denen man „alle
Welt" einladet; das macht Aufsehen unter Beihilfe der Presse namentlich in
kleineren Städten und bringt die Kenntnis, des arzneilosen Heilverfahrens in
immer wertere Kreise, regt sie zum Nachdenken und zum Beitritt an.
Eine solche alljährliche Zusammenkunft hat nun der Stammverein für
volksverstäudliche Gesundheitspflege am 30. und 31. Mai in Wald he im
(wo ein Z w e i g v e r e i n bereits existirt) veranstaltet, welche auch von aus
wärts zahlreich besucht war. Am ersten Tage, nachmittags 5 Uhr, war Be
grüßung der Angekommenen im Saale des Schützenhauses von seiten des
Vorsitzenden Herrn Canitz, dann fand die Wahl der Vorstandsmitglieder statt
und alsdann Erledigung mehrer Fragen für die nächste Versammlung und ein
gegangener Anträge und Wünsche. Abends 8 Uhr hielt dann Herr Canitz einen
öffentlichen Vortrag über: „Die Naturheilkunde und die Spezialitäten:
wozu außer den Mitgliedern des Vereins und sonstigen Anhängern noch ver
schiedenes wißbegieriges Publikum erschienen war; nach demselben fand eine Dis
kussion darüber statt, an der sich Mehre beteiligten. Am zweiten Tage, Vor
mittags 10 Uhr, fand die Hauptsitzung statt, welche Herr Canitz mit einleiten-