Volltext: 100 Dokumente zur Vorgeschichte des Krieges

die eine oder die andere Form einer grundsätzlichen Regelung 
entschließt, und daß sie außerdem möglichst bald Maßnahmen 
ergreift, um den in den polnischen Westprovinzen vorhan¬ 
denen Chauvinismus zu zügeln, der die ernste Gefahr in sich 
schließt, die so glücklich eingeleitete Zusammenarbeit zwischen 
der Deutschen und der Polnischen Regierung an einer frucht¬ 
baren Weiterentwicklung zu hindern. 
Am /. November 1937 kam dann auch tatsächlich eine „Über¬ 
einstimmende Erklärung“ beider Regierungen zustande. Auf Grund 
der polnischen Weigerung jedoch, einem Vertrag mit genauen Ver¬ 
pflichtungen beiderseits %u^ustimmen, war auch diese Erklärung in 
der Praxis %u weitgehender Wertlosigkeit verurteilt. 
Mit den polnischen Gewaltmaßnahmen gegen die deutschen Volks¬ 
gruppen gingen ständige antideutsche Provokationen Hand in Hand. 
Daß am Ende der polnischen Politik gegen Danzig die Eingliederung 
der Freien Stadt in den polnischen Staat stehen müsse, kam klar in 
einer nationalpolnischen Kundgebung '%um Ausdruck, über die der 
Generalkonsul des Deutschen Reiches in Danzig an das Auswärtige 
Amt berichtet: 
Nr. 10 (192) 
Der Deutsche Generalkonsul in Danzig an das Auswärtige Amt 
Bericht 
Danzig, den 15. November 1937 
Anläßlich des Jahrestages der polnischen Unabhängigkeits¬ 
erklärung am 11. November fanden am letzten Sonntag in 
den von polnischen Minderheiten bewohnten Dörfern des 
Freistaates Danzig Feiern statt. Diese wurden von zahlreichen 
Vertretern des Polentums aus Dapzig besucht. 
Bemerkenswert an der Feier im Dorfe Groß-Trampken 
sind Ausführungen in der Rede des Diplomatischen Vertreters 
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