Full text: Die Slovenen [Band 10.1]

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Die Pflege der Künste und Wissenschaften. 
den Bedarf an Lehrern, Medicinern, Juristen, Theologen und 
Beamten selbst produciert; nicht selten saßen Slovenen an den 
Universitätsstühlen (in neuerer Zeit in Graz RobiL, Stanonik, Tossi, 
gegenwärtig Krek, 8ubic; in Wien Popoviö, Dolliner, Knolz; außer 
dem der Hofenstos Cigler; gegenwärtig OiLman, Miklosich, Stefan; 
in Prag Rojko, Strupi; in Innsbruck Jellenz; in Agram Celestin). 
Alle diese und andere Männer verdienen als Pfleger der Wissen 
schaft hier genannt und ihre Werke aufgezählt zu werden; indessen 
wir schließen unsere Darstellung und führen hier nach Dimitz nur 
noch die biographische Skizze eines Mannes aus, dessen Name bei 
allen gebildeten Nationen im hohen Ansehen steht, wir meinen den 
berühmten Mathematiker Georg Bega. Der Bauernsohn Georg 
Bega, geboren 1754 zu Zagoric in der Moräutscher Pfarre (Moravüe), 
betrat unter Kaiser Josef seine Ruhmesbahn. Nachdem er in Laibach 
die philosophischen Studien absolviert, wurde er als Navigations 
ingenieur angestellt, trat aber am 7. April 1780 als gemeiner 
Kanonier in das zweite Artillerie-Regiment. Binnen Jahresfrist 
zum Lieutenant avanciert, veröffentlichte er im Jahre 1783 bereits 
seine „Mathematischen Vorlesungen," ausgezeichnet als Lehrbücher, 
und die Logarithmentafeln, welche seinen Weltruhm begründeten uvd 
im Jahre 1875 bereits in 69. Auflage, (besorgt durch Dr. Bremiker), 
erschienen sind. Im Jahre 1782 ward Bega Lehrer der Mathematik 
an der Artillerieschule, im April 1785 Oberlieutenant, 1787 Haupt 
mann und wirklicher Professor der Mathematik und machte den 
Türkenkrieg mit Auszeichnung mit. Im Herbste 1795 wirkte Vega 
bei der Belagerung Mannheims wesentlich mit durch die von ihm 
erfundenen neuen weittragenden, neunzölligen Bombenmörser mit 
einer Triebkraft von 1500—1600 Klaftern, also fast um die Hälfte 
mehr, als bis dahin erreicht worden. Im Feldzuge des Jahres 1796 
war Vega bei der Vertheidigung von Mainz, wohnte der Belagerung
        

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