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i5ß. Herr Paul Jakob n.,
Herrn Rüdigers IX., Herrn von Starhemberg, und Frau He
lena Zäklinn, Freyinn von Frieda», ältester Sohn, geboren de»
it. Dezember 1560, widmete sein ganzes Leben dem Hof- und
Staatsdienste. Zuerst K. Mathias, Kämmerer, dann wurde er
dessen geheimer Rath und General-Kommissär in Ungarn. Im
Jahre 1622 begleitete er K. Ferdinand II. zum Reichstag nach
Regenspurg.
Die Stände Unterösterreichs setzten ein so nnbegränztes Zu
trauen in Herrn Paul Jakobs Geschicklichkeit, Redlichkeit >»id
Thätigkeit, daß sie ihn dreymahl zum Verordneten des Herrn
standes wählten.
Laut des im Archive zu Eferding befindlichen, vom Herr»
Paul Jakob von Starhemberg eigenhändig am 1. Jänner 1587 in
der Burg zu Eferding unterschriebenen Original-Theillibells ha
ben sich die sechs Brüder, und Söhne Herrn Rüdigers, als:
Herr Paul Jakob, Herr Gotthard, Herr Ludwig, Herr Bar-
tholomä, Herr Martin und Herr Erasmus über die väterliche
Verlassenschaft freundschäftlich ausgeglichen.
Dadurch bekam Herr Paul Jakob Schönpichl, Herr Ludwig
Albrechtsberg, Herr Martin Peuerbach, Herr Gotthard Efer
ding, welches er aber 1568 an die Vormünder der Herrn Rei-
chard und Erasmus von Starhemberg (Heinrichs Söhne) um
86000 fl. und 300 Dukaten Leykauf mit dem Bedinge ver
kaufte, selbes binnen 6 Jahren bis 15Y4 wiederum einlösen
zu können.
In dem angeführten Theillibelle kamen diese Herrn Brüder
ausdrücklich überein, daß es bey dem löblichen Gebrauche ihrer
Vorfahren ferners verbleiben sollte, vermög welchen allezeit der
älteste des Nahmens nicht allein die kaiserl. und Reichslehen,
sondern auch die Lehen, so von dem Hause Oesterreich, von dem
Markgrafen von Brandenburg, von dem Hochstifte zu Paffau
rühren, ordentlich zu Lehen empfangen müsse, so wie selber auch
ihre rittermäßigen Recht- und Beutellehen bey Veränderungen
zu verleihen hat.
In diesem Theillibelle vom 1. Jänner 1587 wird sich auf
den Vertrag, der zu Linz am 23. Juny 1584 zwischen den drey
Theilen der Herrschaften Eferding, Schaumburg und Staust ge
schlossen wurde, berufen.
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