Volltext: Die Kriegsführung im Herbst 1916 und im Winter 1916/17 : vom Wechsel in der Obersten Heeresleitung bis zum Entschluß zum Rückzug in die Siegfried-Stellung (11. 1938)

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O. H. L.: Entwicklung der Gesamtlage. 
hat uns das nicht. Auch kann durch die Presse alles so gemacht werden, 
daß Nachteile gemildert werden. 
„Trotz dieser Nachteile schlage ich den Rückzug in die Siegfried- 
Stellung im März vor, um Lage bei der 1. Armee zu bessern, vor allem 
aber, um Angriff an einer Stelle hinauszuschieben und operative Freiheit 
zu gewinnen und selbst angreifen zu können." 
Nachdem der Kaiser seine Zustimmung gegeben hatte, ging am 
4. Februar nachmittags folgende Weisung der Ober st en Heeres- 
l e i t u n g an die Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht: 
„Seine Majestät hat Zurückgehen in Siegfried -Stellung (Al- 
b e r i ch1)) befohlen. Erster und letzter Alberich-Tag ist zu melden. Auf 
strengste Geheimhaltung bei allen beteiligten militärischen Stellen und 
Truppen ist mit allen Mitteln hinzuwirken." 
Damit war die Zurücknahme der Front für die 6., 1., 
2. und 7. Armee befohlen. Die Vorbereitungen für die Durchführung 
wurden alsbald in vollem Umfange aufgenommen. Die Oberste 
Heeresleitung verlegte Mitte Februar ihren Sitz nach Kreuz- 
nach, zweite Staffel nach Bingen, nachdem sie fast zwei Jahre im Osten 
gewesen war, und brachte auch dadurch klar zum Ausdruck, daß der Schwer¬ 
punkt der militärischen Operationen nunmehr im Westen liege. 
<) Deckname für die Siegfried-Rückzugsbewegung einschließlich aller damit ver¬ 
bundenen Räumungsmaßnahmen. Für die Durchführung war ein Terminkalender 
nach „Alberich-Tagen" aufgestellt.
        

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