Full text: Die Kriegsführung im Herbst 1916 und im Winter 1916/17 : vom Wechsel in der Obersten Heeresleitung bis zum Entschluß zum Rückzug in die Siegfried-Stellung (11. 1938)

Zwang zum Einlegen einer Rast. Vorgehen in der Dobrudscha. 
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in Bewegung gekommen. Dort hatte seit Anfang November die b u l - 
garische 3. Armee') unter General Nerasow zwischen Tasaul-See 
und Donau ihre Dauerstellung ausgebaut. Angriffe des Gegners, die 
besonders in den Tagen nach dem Donau-Äbergang des Korps Kosch ein- 
gesetzt hatten, waren abgewiesen worden. Am 14. Dezember deuteten An- 
zeichen darauf hin, daß die gegenüberstehenden Russen (IV. sibirisches und 
XXX XVII. Korps) ihre Stellung zu räumen beabsichtigten. Generalfeld- 
Marschall von Mackensen befahl, am folgenden Tage mit Morgen- 
grauen anzugreifen. Der Feind leistete nur geringen Widerstand und ging 
auf eine stark ausgebaute Stellung zwischen Golovita-See und den Höhen 
nordöstlich von Ostrov zurück. Die Vulgaren folgten. Links der Donau 
erreichte bulgarischer Landsturm am 17. Dezember Tindarei, um gegenüber 
von Harfova einen späteren Brückenschlag zu sichern. 
2. Fortsetzung der Operationen unter Mitwirkung der Heeres- 
front Erzherzog Josef. 
Karte 4,Skizze 21. 
Auch bei der Heeresfront Erzherzog Joses waren Angriffsvorberei- 
tungen getroffen worden. General Ludendorff hatte, als die Rumänen 
am 7. Dezember am Bodza-Paß zurückgingen^), an Generalfeldmarschall 
von Conrad wie auch an General von Geeckt gedrahtet: Das Zurückgehen 
des Gegners lasse den Schluß zu, daß nachhaltiger Widerstand der 
rumänisch-russischen Kräfte am Ialomita-Abschnitt geringere, am 
Calmatuiul—Buzaul-Abschnitt größere Wahrscheinlichkeit habe; es bleibe 
jedoch auch die Räumung des Landes bis zum Sereth möglich. Ziel der 
Heeresgruppe Mackensen sei der untere Sereth. In zeitlicher Äberein- 
stimmung mit ihrem Vorgehen solle etwa in der zweiten Hälfte Dezember 
ein Vorstoß des rechten Flügels der Heeresfront Erzherzog Josef gegen 
den Trotusu—Tazlaul-Abschnitt, Hauptrichtung Oena, gemacht werden. 
Dadurch ließe sich nicht nur das Vorwärtskommen der Heeresgruppe 
Mackensen außerordentlich erleichtern, sondern auch für später die beste und 
kürzeste Linie Sereth—Tazlaul schaffen. 
General von Geeckt hielt solchen Vorstoß für äußerst wirksam und 
hegte an seiner Durchführbarkeit bei genügender Vorbereitung keinen 
Zweifel. Auf Grund eingeleiteter Erkundungen war er bereits in der Lage, 
') Gliederung vom rechten Flügel: bulg. zgs. Div., tllrk. VI. Korps, bulg. 4. Div. 
und 1. K. D. (ohne eine Vrig. bei der K. D. Goltz). 
-) S. 308.
        

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