Full text: Die Kriegsführung im Herbst 1916 und im Winter 1916/17 : vom Wechsel in der Obersten Heeresleitung bis zum Entschluß zum Rückzug in die Siegfried-Stellung (11. 1938)

Operationen der Rumänen. 
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Tal die Front nach Osten. Aber auch die eben erst zur Auffrischung bei 
Pitesti eingetroffenen Teile der 11. Division mußten in den Kampf ge- 
worfen und schließlich noch aus den Ostkarpaten die 8. Division dorthin 
geführt werden. 
Tille verfügbaren Reserven, insgesamt jetzt noch etwa vier Divisionen'), 
wollte die rumänische Heeresleitung bei Pitesti vereinigen, um 
von hier einen großen Gegenangriff gegen die Gmppe Krafft zu führen. Um 
die hierzu für notwendig gehaltene Zeit von acht Tagen zu gewinnen, sollte 
die 1. Armee dem über den Szurduk-Paß eingedrungenen Gegner zähen 
Widerstand entgegensetzen und nur schrittweise zurückgehen. 
c) Der Kampf am Alt. 
Skizzen lg und 2l). 
Am 17. November hatte General von Falken Hayn sein Haupt- 22 
quartier von Kronstadt nach Hermannstadt verlegt. Am 21.,als sich die 
Gruppe Kühne Craiova näherte, meldete er in der Beurteilung der Lage 
nach Pleß: Es sei nicht anzunehmen, daß der Gegner mit den bisher vor 
der Gruppe Kühne gewesenen Teilen noch ernsten Widerstand leisten werde. 
Auch seine im Kampf gegen die Gruppe Krafft stehenden Verbände wären 
zweifellos schwer erschüttert. Man könne also schließen, daß der Feind 
vorläufig einfach vor dem Druck weiche. Andererseits stehe fest, daß am 
20. November eine starke Transportbewegung von Vuzau über Bukarest 
nach Pitesti und wohl auch weiter aus Slatina im Gange war. Ferner 
deute das schon am 16. November erfolgte Zurücknehmen der schweren 
Artillerie aus dem Szurduk-Gebiet und die seit einigen Tagen beobachtete 
Verringerung der Artillerie südlich des Rotenturm-Passes auf planmäßiges 
Handeln hin. Cs gebe aber auch heute noch keine Anzeichen, aus denen man 
sichere Schlüsse auf die Absichten des Feindes ziehen dürfe. Demgegen- 
über sei für die 9. Armee geboten, die eigentliche Stoßgruppe, die jetzt ein 
Gelände gewonnen habe, in dem ihre Überlegenheit voll zur Geltung 
komme und ein errungener Erfolg sich auswirken könne, so stark als mög¬ 
lich zu halten. Wenn es der Gruppe Kühne gelinge, dem Feind einen 
Schlag zu versetzen, so breche die Gebirgssront von selbst zusammen. Dazu 
komme, daß der Druck gegen den feindlichen Südflügel, auf dem der Gegner 
allein noch Bewegungsfreiheit habe, fraglos der wirksamste sei. Die 
115. Infanterie-Division werde daher auf der guten Straße nach Craiova 
der Stoßgruppe nachgeführt, um sie auf dem rechten Flügel einsetzen zu 
können. Auch sei Zuführung der anrollenden 2. Kavallerie-Division^) nach 
dem Szurduk nach wie vor geboten. 
2/5., 9/19., 10. und 21. Div. — -) S. 260. 
Weltkrieg. XI. Band. 
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