Full text: Die Kriegsführung im Herbst 1916 und im Winter 1916/17 : vom Wechsel in der Obersten Heeresleitung bis zum Entschluß zum Rückzug in die Siegfried-Stellung (11. 1938)

Schlacht bei Kronstadt. 
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Marienburg und 25Kilometer weiter nördlich bei Köpeez erreichen, um 
gegen die rechte feindliche Flanke zu wirken, das Kavalleriekorps mit den 
Hauptkräften sich ihrem linken Flügel bei Varot anschließen. Die ö.-u. 
1. Armee hatte zur Offensive überzugehen, mit dem rechten Flügel in der 
Richtung auf Szekely-Udvarhely. 
Diese Anordnungen führten am 7.und 8. Oktober zu ernsten Kämpfen. s«ob-r. 
General von Staads hatte angeordnet, daß die 76. Reserve-Division 
Rosenau besetzen und schwächere Teile zur Sperrung des Törzburger und 
Tömöser Passes vortreiben solle; die ungarische 51. und die 187. Infanterie- 
Division waren auf Kronstadt — erstere von Westen, letztere von Nord- 
Westen her — angesetzt. Die 76. Reserve-Division stieß bei Zernest auf 
Widerstand, den sie bis zum Abend nicht zu brechen vermochte. Die 51. In- 
santerie-Division gelangte nach Kämpfen mit feindlichen Nachhuten bis 
in die Gegend westlich und südwestlich von Kronstadt. In den Nordteil 
der Stadt selbst drang die 187. Infanterie-Division ein; es kam zu heftigen 
Straßenkämpfen, die während der Nacht fortdauerten. Von der Gruppe 
Morgen erreichten die vordersten schwachen Teile der 89. Infanterie-Division 
kampflos, aber nach sehr anstrengendem Marsch stark ermüdet Marienburg; 
das Gros der Division biwakierte weit auseinandergezogen rückwärts an 
der Marschstraße. Die ö.-u. 71. Infanterie-Division schloß im Raum um 
Köpeez aus. Das Kavalleriekorps gelangte in die Gegend 15 Kilometer 
südlich von Szekely-Udvarhely; von hier sollte die 3. Kavallerie-Division die 
Vormarschrichtung nach Südosten nehmen und Vaezon erreichen, die ö.-u. 
1. Kavallerie-Division nach Nordosten weiterreiten, um gegen die Rückzugs- 
straße des linken Flügels der rumänischen 4. Armee zu wirken. 
In der Frühe des 8. Oktober entbrannte die Schlacht beiderseits von ».sttvb-r. 
Kronstadt auf etwa 40 Kilometer Breite von neuem. Der 76. Reserve- 
Division bahnten ihre schweren Batterien den Weg nach Rosenau; sie 
besetzte bis zum Abend Törzburg und entsandte zwei Bataillone mit 
Artillerie gegen den Tömöser Paß, die aber auf starken Widerstand stießen 
und ihr Ziel nicht erreichten. Westlich der 76. Reserve-Division ging die 
ö.-u. 8. Gebirgsbrigade gegen den Gebirgskamm nach Süden vor, um die 
starken rumänischen Stellungen im Törzburger Paß nahe der Grenze im 
Rücken zu fassen. In Kronstadt war außer der 187. auch die ungarische 
51. Infanterie-Division eingedrungen; in der Stadt wurde immer noch ge- 
kämpft. Da stieß der Feind gegen Mittag von Norden her gegen die 
Flanke der 187. Infanterie-Division vor. General Sunkel zog ein Regiment 
aus Kronstadt zurück, das den feindlichen Angriff abschlug. Die Tmppen 
des Korps Morgen waren im Alt-Tal nach Süden abgedreht worden, die 
vorn befindliche 89. Infanterie-Division auf Brenndorf. Sie kam zwar 
Weltkrieg, XI. Band. 16
        

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