Full text: Die Kriegsführung im Herbst 1916 und im Winter 1916/17 : vom Wechsel in der Obersten Heeresleitung bis zum Entschluß zum Rückzug in die Siegfried-Stellung (11. 1938)

Ausklang der Somme-Schlacht. 
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4. Armee merklich auf. Der Gegner stieß häufig und an zahlreichen Stellen 
vor. Besonders gespannt blieb die Lage des IV. Armeekorps bei La Bassee 
und des VI. Reservekorps auf den Vimy-Höhen. Bei La Bafsöe mußte 
bereits Anfang Januar die erschöpfte 7. Infanterie-Division für mehrere 
Wochen durch die 79. Reserve-Division ersetzt werden. Ende Januar löste 
dieselbe Division die stark zusammengeschmolzene 11. Reserve-Division bei 
Lens ab. Nach Einschieben der 80. Reserve-Division zwischen dem 
III. bayerischen und dem IV. Armeekorps konnten die Abschnitte beider 
Korps etwas schmaler gemacht werden. 
b) Sonune-Front'). 
An der Somme hatte die Großkampftätigkeit seit Mitte November 
aufgehört. Herbstnebel und unsichtiges Wetter behinderten die Beobach- 13,7. 
tung, unergründlicher Lehmboden jede Bewegung. Anfang Dezember wurde 
es vorübergehend sogar auffallend ruhig. 
Auf feiten der Gegner war die Ablösung der französischen 6. Armee 
durch englische Truppen im Ganges. Nördlich der Somme hörte die Angriffs- 
tätigkeit so gut wie ganz auf, südlich des Flusses sollte sie bei der fran- 
zösifchen 10. Armee auf ausdrücklichen Befehl des Generals Ioffre noch 
fortgesetzt werden. 
Auf deutscher Seite nahm der Truppenaustausch planmäßig seinen 
Fortgang. Seit Mitte Dezember steigerte sich die feindliche Artillerie- 
tätigkeit bei klarem Wetter wieder zu erheblicher Stärke. Der Gegner war 
offensichtlich bemüht, durch Feuerüberfälle bei Tag und Nacht den Ausbau 
der deutschen Verteidigungsanlagen und das Herauslösen von Kräften zu 
stören. Angriffsvorbereitungen in einem Ausmaße wie in den vergangenen 
Monaten waren aber nicht mehr zu beobachten. Der Feind war weiter in 
der Umgruppierung begriffen. Die infolge der Wetterlage immer schwieriger 
werdenden Geländeverhältnisse zwischen der Anere und der Somme ließen 
größere Angriffe nicht mehr erwarten. Dagegen wurde im Januar mit 
Teilunternehmungen nördlich der Ancre und zwischen Biaches und Chaul- 
nes gerechnet, wo die Wegsamkeit besser und das Feuer andauernd stark 
war. Die Luftaufklärung war infolge ungünstiger Wetterlage meist unter- 
bunden. Dafür suchte man durch vermehrte Vorstöße von Crkundungs- 
abteilungen Klarheit über die Kräfteverteilung und damit die Absichten des 
Gegners zu gewinnen. 
Zm einzelnen verlief die Zeit bei den beiden Somme-Armeen folgender- 
maßen: 
1) Anschluß an S. 104. 
2) S. 95 und Skizze 16 a. 
Weltkrieg. XI. Band. io
        

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