Volltext: Die Operationen des Jahres 1916 : bis zum Wechsel in der Obersten Heeresleitung (10. 1936)

Neuer Vorschlag der 6. Armee. Krästebedarf vor Verdun. 
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ganz durchgeführt werden kann oder ob man abbrechen muß, ohne Verdun 
genommen zu haben . . . Anscheinend kann also Arras erst gemacht werden 
nach Verdun. Dann aber sollen nicht 20, sondern 30 schwere Batterien 
gegeben werden, damit der Angriff nördlich und südlich von Arras gleich- 
zeitig gemacht werden kann. Einstweilen sollen wir alles vorbereiten". 
Am 21. März teilte General von Falkenhayn der 6. Armee mit, daß 
er großen Wert darauf lege, „für geplante Unternehmungen besonders 
angriffsfähige Verbände in der Heeresreserve zu haben", und fragte, ob die 
Armee mit dem Ersatz des VII. Armeekorps und der 2. Garde-Reserve- 
Division durch das XXVII. Reservekorps einverstanden sei. Das Ober- 
kommando stimmte sogleich zu. 
Der Grund für diesen Austausch der Verbände an der Front der 
6. Armee lag aber nicht in der Absicht, Kräfte für das Arras-Unternehmen 
bereitzustellen, sondern in den schwierigen Kampfverhältnissen, wie sie sich 
inzwischen im Maas-Gebiet entwickelt hatten. In der Tat waren 
dort die Aussichten auf einen schnellen, entscheidungbringenden Verlauf der 
Dinge seit Anfang März keineswegs gebessert worden. Der am 6. März 
auf dem Westufer begonnene Angriff hatte die erhofften Erfolge bisher nicht 
gebracht, wohl aber den deutschen Generalstabschef sehr gegen seinen Willen 
zur.Hergabe frischer Kräfte (XXII. Reservekorps) gezwungen'). Auch auf 
dem Ostufer waren Fortschritte von Bedeutung nicht mehr erzielt worden. 
Die Angriffstruppen mußten dort nach und nach abgelöst werden. Das 
III. Armeekorps hatte am 11. März den Anfang gemacht, das XVIII. war 
gefolgt. Die eingesetzte schwere Artillerie, die zu Beginn des Angriffs am 
21. Februar 416 Steilfeuer- und 209 Flachfeuer-Geschütze umfaßt hatte, 
zählte am 19. März bereits 616 Steilfeuer- und 373 Flachfeuer-Geschütze. 
Der Führer der Angriffsgruppe Ost, General von Mudra, beabsichtigte 
mit frischen Kräften um die Monatswende März/April durch eine Reihe 
kleinerer, genau begrenzter Unternehmungen eine geeignete Ausgangs- 
stellung für einen am 6. April in Aussicht genommenen großen Angriff zu 
gewinnen, der das Gelände bis zur Linie Zwischenwerk Thiaumont—Dorf 
Fleury—Zwischenwerk Lausee in deutschen Besitz bringen sollte. Über die 
Einzelheiten der geplanten Durchführung ließ sich General von Falken- 
Hayn am 26. März in Nouillon Pont, dem Hauptquartier des Generals 
von Mudra, persönlich unterrichten^). 
Über die Kräftebeanspruchung auf französischer 
Seite hatte bereits Mitte März die Rachrichten-Abteilung der Obersten 
S. 133. 
2) S. 136.
	        
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