Volltext: Die Operationen des Jahres 1916 : bis zum Wechsel in der Obersten Heeresleitung (10. 1936)

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Die Westfront bis zum Sommer 1916. — 
Verdun. 
s. bis 7. März. Lebhaft beschäftigte sich General von Strantz wie auch der Kom- 
mandierende General des V. Armeekorps, General Eduard von Velow, mit 
der Frage der Weiterführung des Angriffs an dieser Stelle. Nächste Ziele 
sollten die Eombres-Höhe, Montgirmont und Eötes des Hures sein, womit 
das Armee-Oberkommando durchaus einverstanden war. Die O b e r st e 
Heeresleitung überwies dazu in den nächsten Tagen sechs schwere 
Batterien. 
«. bis Für den Angriff am 8. März war die Besetzung der ganzen Front von 
,o. Marz, der Maas bis zum Nobras-Walde südlich von Dieppe neu geregelt worden^). 
Das Artilleriefeuer begann am 7. März um 1° mittags, wurde auch in 
der Nacht unterhalten, setzte am 8. bei Tagesanbruch wieder mit voller 
Stärke ein und ging um 11° vormittags in Trommelfeuer über. Die 
Infanterie der 6. Infanterie-Division und des V. Reservekorps folgte dem 
Vorverlegen des Artilleriefeuers um 12° mittags. Es gelang der Mitte 
der 6. Infanterie-Division, weitere Teile der ständigen Befestigungen am 
Nordostrande des Caillette-Waldes zu nehmen, während ihr äußerster 
linker Flügel und der rechte der 9. Reserve-Division in der Richtung auf 
das Dorf Vaux nur geringen Geländegewinn erzielten. Die Generalkom- 
mandos und das Oberkommando hatten jedoch zuerst günstigere Meldungen 
vom Fortschreiten des Angriffs erhalten. Es sollten der Vaux-Grund, Dorf 
Vaux und der Weinberg nördlich von Damloup erreicht sein. Hier glaubte 
das Oberkommando die Hauptkräfte der Franzosen gefesselt zu haben. Es 
befahl deshalb noch am Abend den allgemeinen Angriff für den 9. März. 
Das VII. Reserve- und das XVIII. Armeekorps sollten das vorgelagerte 
Waldgelände vom Feinde säubern, links davon das III. Armeekorps mit 
der 113. Infanterie-Division „auf Zwischenwerk Thiaumont und durch den 
Eaillette-Wald vordrücken", die 6. Infanterie- und 9. Reserve-Division den 
Angriff fortsetzen. 
Inzwischen hatte der rechte Flügel der 9. Reserve-Division des Generals 
der Infanterie von Guretzky-Eornitz nach mehrstündiger erneuter Artillerie- 
Vorbereitung nochmals angegriffen und gegen 6° abends den Ostteil des 
Dorfes Vaux tatsächlich genommen. Gegen 7° abends brandeten die Sturm¬ 
Cs standen, von der Maas beginnend: VII. R. K. mit 77. 1,23r. auf der 
Cüte de Talou, 14. R. D. aus dem Pfeffer-Rücken und 13. R. D. im Walde nördlich 
der West-Ost-Schlucht; XVIII. A. K. mit 21. Z. D. im Albain-Wald und östlich davon; 
III. A.K. mit 113. I. D. (unter dem Kdr. der 5. I. D,) bis zum Dorf Douaumont, 
mit 6. I. D., einschl. zweier Regimenter des X V. A. K., vom Fort Douaumont bis 
nördlich vom Dorf Vaux; dann 9. R. D. des V. R. K. Die Infanterie der 25.und 
5. 3- D. war aus der Front gezogen. Die 121. Z. D. (S. 66) war am 4. März nord- 
östlich von Spincourt eingetroffen.
	        
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