Full text: Die Operationen des Jahres 1915 ; [2]. Die Ereignisse im Westen im Frühjahr und Sommer, im Osten vom Frühjahr bis zum Jahresschluß (8. 1932)

Reue russische Angriffe brechen zusammen. 
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Gegend östlich von Nawoz, die Polnische Legion (1. und 3. Brigade) von 
Westen und die 1. Infanterie-Division von Norden zum konzentrischen 
Gegenangriff, der die Spitze des russischen Keiles über zehn Kilometer zurück¬ 
drückte, dann aber stockte. Auch nach Einsatz der weiterhin von der 4. Armee 
herangezogenen österreichischen 45. Infanterie-Division nordöstlich von Kolkt 
sowie der von der 2. und 7. Armee zugeführten halben österreichischen 26. In¬ 
fanterie-Division und 2. polnischen Brigade in der Mitte und am Nord- 
flügel der 1. Infanterie-Division gewannen die Verbündeten in erbittertem 
und verlustreichem Ringen nur langsam Boden, der ihnen immer wieder 
durch heftige russische Gegenstöße streitig gemacht wurde. Erst nach acht¬ 
tägiger Kampfpause, die zur Bildung einer Stoßgruppe bei der 1. Infan¬ 
terie-Division benutzt wurde, konnte dem Feinde am 13. November ein so 
wuchtiger Schlag verseht werden, daß er in der folgenden Nacht das west¬ 
liche Styr-Afer südlich der Bahn Kowel—Sarny räumte. Der linke Flügel 
des Korps Conta und das Kavalleriekorps Hauer gingen nicht wieder an 
den Styr heran, sondern gruben sich in der Linie Kolodzieje—Iezierce ein. 
Unterdessen war es auch bei der Heeresgruppe Vöhm- 
Crmolli und bei der Südarmee wieder zu Kämpfen gekommen. Am 
21. Oktober hatte das rechte Flügelkorps (VII.) der russischen 11. Armee21 •9fto6er 6(6 
überraschend den rechten Flügel der ö.-u. 2. Armee angegriffen und bei und 9Zotiem6ei- 
nördlich von Nowe Aleksiniec aus der vorderen Stellung geworfen. Durch 
Einsatz von Reserven war die Lage hier jedoch rasch wiederhergestellt worden. 
Gefahrvoller hatten sich neuerliche Durchbruchsversuche des Gegners an der 
Strypa gestaltet. Dort war es dem russischen XXII. Korps am 31. Oktober 
gelungen, sich des Brückenkopfes von Siemikowce zu bemächtigen und das auf 
dem rechten Ufer liegende Dorf zu besehen. Erst nach fünftägigen, äußerst 
blutigen Kämpfen, in die auch Truppen des russischen XVIII. und 
VI. Korps eingriffen, konnte der Feind von der ungarischen 38. Infanterie- 
Division sowie Teilen der 3. Garde-, 48. Reserve- und ö.-u. 55. Infanterie- 
Division in seine Ausgangsstellungen zurückgeworfen werden. Die Ver¬ 
luste waren auf beiden Seiten ungewöhnlich hoch; bei der Südarmee be¬ 
liefen sie sich auf rund 2000 Tote, 4500 Verwundete und 3200 Vermißte, 
die Russen ließen allein fast 6300 Gefangene in den Händen der Ver¬ 
bündeten. 
Mitte November trat an der ostgalizischen und wolhynischen Front 2Rttte9io#em= 
endlich eine längere Ruhepause ein. Jetzt erst konnten das ö.-u. Nord-6 ®Ciem6et!bC 
Heer und die Heeresgruppe L in singen daran gehen, die durch¬ 
einandergeratenen Verbände zu ordnen, sich zur Abwehr zu gliedern und 
Heeresreserven auszuscheiden. Die ö.-u. 7. Armee verfügte nach Abgabe 
von je 1%: Infanterie-Divisionen an die Südwestfront und die Heeres-
	        

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