Full text: Die Operationen des Jahres 1915 ; [2]. Die Ereignisse im Westen im Frühjahr und Sommer, im Osten vom Frühjahr bis zum Jahresschluß (8. 1932)

Die Einstellung der Offensive. 
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noch den am Nordflügel der 4. Armee angesetzten Teilangriff durchzuführen, 
im übrigen aber die Offensive einzustellen und die 2. und 26. Infanterie- 
Division unverzüglich zur 2. Armee in Marsch zu fetzen1). Diese, die Süd- 
und die 7. Armee sollten sich bis zum Eintreffen der Verstärkungen und 
neuen Ersatzes darauf beschränken, die erreichten Linien auszubauen und 
unbedingt festzuhalten. 
Das glückte indessen nicht in vollem Maße. Bei der 7. Armee ,z. bis 
mußte die Gruppe Henriquez am 13. September in die alten Brückenkopf- ^.September, 
stellungen von Zaleszczyki zurückgenommen werden, bei der 2. der morgens 
in breiter Front durchbrochene Südflügel in die Linie Zarudzie—Lopuszno 
weichen. Diesem wurde die kombinierte Division Kroupa von der Süd¬ 
armee sogleich wieder zugeführt; die der Gruppe Czibulka allein verbleibende 
32. Infanterie-Division hatte die Lücke zu sperren, die zwischen den inneren 
Flügeln der Süd- und 2. Armee durch das Ausweichen des Korps Marschall 
entstanden war. 
Tags darauf ging der Feind nach längerer Artillerievorbereitung, die 
sich stellenweise zum Trommelfeuer steigerte, mit starken Kräften zum An¬ 
griff gegen die ganze Front der S ü d a r m e e vor. Während er vom Korps 
Marschall unter schwersten Verlusten abgewiesen wurde und nur vorüber¬ 
gehend bei Worobijowka in die Gräben der Gruppe Czibulka eindringen 
konnte, gelang es ihm nachmittags, die Vrückenkopfstellungen des Korps 
Hofmann bei Vurkanow zu durchbrechen und auf dem westlichen Strypa- 
Afer Fuß zu fasien. Das hatte die Räumung auch der nördlich und südlich 
anschließenden Brückenköpfe zur Folge. Da die Südarmee auch jetzt wieder 
nicht über ausreichende Reserven zur Stützung des nur noch aus Trümmern 
bestehenden Korps Hofmann und zur Wiedergewinnung der Brückenköpfe 
verfügte^) und eine Cntlastungsoffensive ihres linken Flügels vorderhand 
nicht möglich war, so setzte auf Weisung der Heeresleitung General Freiherr 
von Pflanzer-Baltin Teile des mittlerweile bei Buczacz eingetroffenen 
VI. Korps am 15. September beiderseits der Strypa zum Flankenstoß nach 
Norden an. 
Der Angriff der östlich des Flusses auf Dobropole vorgehenden ungari- >s. und 
schm 37. Infanterie-Division kam zwar nach anfänglichem Raumgewinn vor i«. September, 
rückwärtigen feindlichen Stellungen zum Stehen, brachte dem Korps Hof- 
mann aber doch insofern eine fühlbare Entlastung, als der Gegner seinen 
Schwerpunkt nunmehr gegen den linken Flügel der 7. Armee verschob. Am 
16. September sollten die westlich der Strypa bis Kotuzow gelangten Teile 
i) 0.571. 
-’) Die westlich von Podhajce in der Ausladung begriffene ung. 39. Z. D. war noch 
nicht verwendungsbereit.
	        

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