Full text: Die Operationen des Jahres 1915 ; [2]. Die Ereignisse im Westen im Frühjahr und Sommer, im Osten vom Frühjahr bis zum Jahresschluß (8. 1932)

General von Falkenhayn will die Verfolgung weitertreiben. 
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zu tun. Cr teilte noch in der Nacht den Oberkommandos beider Heeres¬ 
gruppen mit, daß er gegen eine solche Operation bei gleichzeitigem Vor¬ 
stoß der Heeresgruppe Prinz Leopold über Pruzana keine Bedenken 
habe. Da jedoch auch am 30. August nur langsames frontales Zurück¬ 
drücken der Nüssen möglich blieb, und zudem die eigenen Truppen unter 
Verpflegungs- und Nachschubschwierigkeiten schon stark gelitten hatten, sah 
Generalfeldmarschall von Mackensen keine Aussicht mehr auf einen 
großen Erfolg. Cr beschloß, nach Einnahme von Pruzana den Vormarsch 
einzustellen, und befahl für den 31. August außer einem kurzen Vorstoß 
an der großen Kobryner Straße über den Muchawiec-Abschnitt nur noch 
dem verstärkten Korps Kosch aus dem linken Flügel der 11. Armee die 
Weiterführung der Verfolgung bis zur Straße Oranczyce—Pruzana im 
Anschluß an die Armee-Abteilung Woyrsch. Auf Anfrage der Obersten 
Heeresleitung meldete er am Morgen des 31. August: „Hoffnung, noch 
erhebliche Teile des Feindes zwischen Iasjolda und Muchawiec-Abschnitt 
abzufangen, besteht nicht mehr. Hauptgrund ist, daß es der Bug-Armee 
nicht gelungen ist, mit rechtem Flügel, auch nicht mit dem Kavalleriekorps, 
rechtzeitig gegen südliche Flanke einzuschwenken. Frontale Verfolgung 
rechten Flügels und Mitte 11. Armee über Sumpfgelände versprach keinen 
wesentlichen Erfolg, da Abzug der Russen rechtzeitig eingeleitet wurde und 
sich unter wechselnden Nachhuten planmäßig vollzog . . . Starke Regen¬ 
güsse werden überall Truppenbewegungen im Sumpfgelände aufhalten. 
Zustand der Truppe gut, wenn auch wohl teilweise ermüdet. Leistungs¬ 
fähigkeit der Pferde, namentlich bei schwerer Artillerie und Kolonnen, be¬ 
ginnt stellenweise stark nachzulassen. Abgänge bedenklich." 
Gleichwohl empfahl General von Falkenhayn dringend, daß 
wenigstens auf den gangbaren Wegen an der ganzen Front scharf bis 
zum Zasjolda-Abschnitt nachgedrängt würde. Cs sei dies auch nötig, um 
das Vorgehen der Armee-Abteilung Woyrsch zu erleichtern und gleich¬ 
zeitig aus ihm Vorteil zu ziehen. Bei der daraufhin befohlenen Fort¬ 
führung der Verfolgung bis zur Iasjolda erhielt die Bug-Armee für ihren 
linken Flügel die Richtung längs der Straße von Kobryn auf Vereza 
Kartuska zugewiesen. Während am Abend ihr rechter Flügel vor dem 
Dniepr—Bug-Kanal festlag, gegen Süden gesichert durch die Divisionen 
des nunmehr aufgelösten Kavalleriekorps, gewann ihr linker Flügel im 
Verein mit der 11. Armee an der großen Straße weiter Raum. Die Garde- 
Kavallerie-Division unter Generalleutnant von Storch gelangte bis Luka. 
Am Nordflügel der 11. Armee drang das Korps Kosch bis in die Gegend 
nordwestlich von Malecz durch. Die Armee-Abteilung Woyrsch erreichte 
nach der Einnahme von Pruzana mit Vortruppen die Iasjolda. Links von 
30. und 
31. August.
	        

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