Full text: Die Operationen des Jahres 1915 ; [2]. Die Ereignisse im Westen im Frühjahr und Sommer, im Osten vom Frühjahr bis zum Jahresschluß (8. 1932)

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Die Operation des Oberbefehlshabers Ost gegen Wilna. 
27. bis 
29. August. 
Division sollten nach Norden über Preny zu den Angriffstruppen östlich 
des Njemen nachgezogen werden. Hier erhielten das verstärkte XXL Armee¬ 
korps (31., 42. Infanterie-Division unter Division Senker1)) und die 
Gruppe Litzmann (79., 76. Reserve-, 115. Infanterie-, 3. Reserve-Division) 
die Linie Orany—Wilna als Siel. Auf dem linken Armeeflügel wurde 
die 14. Landwehr-Division dem Kavalleriekorps Garnier (1. und 4. Kaval¬ 
lerie-Division und Abteilung Csebeck) Nachgeführt. 
Durch den Nordabmarsch der 77.Reserve-Division sah sich die gegen 
G r o d n o angesetzte Gruppe des III. Reservekorps von der übrigen Armee 
endgültig getrennt und in erster Linie auf Susammenwirken mit der 
8. Armee angewiesen, deren 11. Landwehr-Division am 28. August von 
Dombrowo über den Vobr auf Lipsk vorgehen sollte. Ein Angriff der 
16. Landwehr-Division gegen den Wolkuszek-Abschnitt westlich von Sopo- 
ckinie, der dieses Vorgehen unterstützen sollte und an dem das General¬ 
kommando des III. Reservekorps trotz der Gegenvorstellungen der Division 
festhielt, scheiterte mit einem Verlust von 500 Mann. Ebensowenig gelang 
es der 89. Infanterie-Division, den ihr aufgetragenen Njemen-Mergang 
nordöstlich von Sopockinie durchzuführen. Das Vorgehen dieser beiden 
Divisionen blieb vielmehr am Wolkuszek-Abschnitt, am Augustower-Kanal 
und am Njemen oberhalb von Druskieniki vor überlegener russischer Ab¬ 
wehr liegen. 
Inzwischen hatte das XXI. Armeekorps unter Generalleutnant 
von Hutier auf dem östlichen Njemen-Afer den Vormarsch nach Süden fort¬ 
gesetzt; seine 42. Infanterie-Division unter Generalleutnant von Bredow 
brach am 28. August östlich von Olita hartnäckigen russischen Widerstand 
und öffnete dadurch auch der von Westen gegen den Ort vorwärtsdrän¬ 
genden 6. Landwehr-Vrigade und 77. Reserve-Division den Flußübergang. 
Die 31. Infanterie-Division näherte sich bereits der Bahn Grodno—Wilna. 
Wesentlich härtere Kämpfe hatten in diesen Tagen die Divisionen der 
Gruppe Litzmann in dem seen- und hügelreichen Gelände zu bestehen, 
das sich von südlich Troki Nowe bis zur Wilia erstreckt. Hier deckten die 
Russen in starken und gut ausgebauten Stellungen den Sugang nach Wilna, 
ihr Widerstand war daher besonders hartnäckig; immer neue Verbände 
wurden in diesem Raume und jetzt auch nördlich der Wilia festgestellt), die 
0 Aus 177. I. Br. u. 9. Ldw. Br. gebildet. 
2) Tatsächlich standen diesem Frontabschnitt insgesamt neun Divisionen gegen¬ 
über, von Süden beginnend: % 2. Kub. Kos. D., 4. sinnt. Sch. D., II. kauk. Korps (laut. 
Gren. D. u. 51. I. D.)*, XXXIV. Korps (104., 53.*, 56. F. ©.*), V. Korps (10. u. 
7. F. D.)*, 65. Z. D. — Davon waren die mit * versehenen Verbände, insgesamt
	        

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