Full text: Die Operationen des Jahres 1915 ; [2]. Die Ereignisse im Westen im Frühjahr und Sommer, im Osten vom Frühjahr bis zum Jahresschluß (8. 1932)

Die Fortsetzung des Angriffs gegen den Vug. 
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einandersetzungen eine unerwünschte Zuspitzung erfahren; die tiefer liegenden 
Gegensätze waren nicht behoben. 
b) Die Kämpfe der Armee-Gruppe Gallwitz und der 8. Armee 
vom 24. bis 26. Juli*). 
Karten 6 und 7, Skizzen 21 und 22. 
Der Befehl des Oberkommandos O ft, der am Nachmittag23.tmt>24.3#a. 
des 23. Juli bei General von Gallwitz einging, lautete: „Nach Erzwingung 
des Narew hat rechter Flügel der Armee Gallwitz Dembe, Zegrze und Ven- 
jaminow zu nehmen und Nowogeorgiewsk anzugreifen^). Masse der Armee 
hat Vormarsch über Linie Myszkow—Ostrom und Straße Ostrom—Lomza 
bis zum Ruz-Vach fortzusetzen. — Rechter Flügel 8. Armee Hat längs 
des Ruz-Vaches vorzugehen." Dabei sollte ihm, wie sich aus einer 
späteren Meldung des Generals von Gallwitz an die Oberste Heeresleitung 
ergibtl durch den Vormarsch der Armee-Gruppe Gallwitz der Weg geöffnet 
werden. Da der Kampf um die Narew-Äbergänge bei Eingang dieses 
Befehls noch in vollem Gange war, gab General von Gallwitz im 
Sinne des Heeresbefehles zunächst nur dem Korps Plüskow die neue Wei¬ 
sung, nach Wegnahme von Pultusk die Richtung auf Wyszkow einzu¬ 
schlagen. Dem X VII. Armeekorps befahl er, mit dem rechten Flügel auf 
dem Höhenrande südöstlich von Zambski festen Fuß zu fassen und mit der 
35. Infanterie-Division den Rarew-Äbergang im vorspringenden Vogen 
von Ostrykol zu erzwingen. 
Als sich dann am Morgen des 24. Juli herausstellte, daß der Gegner 
die Brückenköpfe von Pultusk und Rozan bereits geräumt hatte, folgte ein 
Armeebefehl, der den Vormarsch gegen den Bug regelte. Die 
Gruppe Veseler (Korps Dickhuth und 14. Landwehr-Division, zu der die 
Brigade Pfeil zurücktrat, und zwölf bis dahin an der Narew-Front ver¬ 
wendete schwere und schwerste Batterien) hatte Nasielsk zu nehmen und sich 
gegen die Nord- und Nordostfront von Nowogeorgiewsk zusammenzuziehen. 
Im Raume Pultusk—Rozan war bis zum Morgen des Tages nur die 
Brücke bei Chmielewo (1. Garde-Reserve-Division) sowie die bei Zambski 
und Rowy (38. und 36. Infanterie-Division) benutzbar, und erst nach¬ 
mittags wurde eine vierte Brücke bei Pultusk fertig; mehrfach hatte rus¬ 
sisches Feuer, das noch auf den Übergangsstellen lag, den Vau ver¬ 
zögert. Die Bewegung sollte in folgender Gliederung fortgesetzt werden: 
Das XVII. Neservekorps (85. Landwehr- und 86. Infanterie-Division, 
dazu jetzt statt der Division Menges die 1. Garde-Reserve-Division) hatte 
*) Anschluß an S. 315. — -) S. 309 und 375 ff. 
Weltkrieg. VIII. Band. 
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