Full text: Die Operationen des Jahres 1915 ; [2]. Die Ereignisse im Westen im Frühjahr und Sommer, im Osten vom Frühjahr bis zum Jahresschluß (8. 1932)

254 
Der Sommerfeldzug der Verbündeten in Galizien. 
gleichzeitiger Berücksichtigung der der 11. Armee auferlegten Abgaben durch¬ 
geführt werden. Mitte und linker Flügel der 11. Armee sowie die ö.-u. 
4. Armee wurden hierbei nicht durch den Feind gestört. Vielmehr gaben 
die Russen vor dem linken Flügel der 4. Armee den San—Weichsel-Winkel 
am 23. Juni völlig frei. Auch auf dem linken Weichsel-ilfer konnten die 
verbündeten Truppen dem über Sandomierz hinaus zurückweichenden Gegner 
folgen. Die ö.-u. 1. Armee ging dort bis an die russische Stellung in Linie 
Zawichost (an der Weichsel)—Ozarow heran, rechter Flügel und Mitte der 
Armee-Abteilung Woyrsch erreichten den Nordostrand des großen Wald¬ 
gebietes südwestlich der Linie Valtow—Sienno—Ilza. Die übrige Front 
bis zur Pilica blieb unverändert. 
Schwierigkeiten bei der Neugruppierung der Kräfte ergaben sich am 
rechten Füget der 11. Armee nordöstlich von Lemberg. Hier waren aus den 
Höhen um Zoltance das XXXXI. Reservekorps und der Nordflügel des 
Beskidenkorps noch in harte Kämpfe verstrickt, wodurch sich die Heraus¬ 
lösung der letzten Teile des XXXXI. Neservekorps und die Ablösung des 
Beskidenkorps südlich der Straße Zoltance—Kamionka erheblich verzögerte. 
Die ö.-u. 2. Armee, deren Südflügel am 23. Juni an die Dawidowka vor¬ 
schwenkte, entschloß sich daher, um die Ablösung des Beskidenkorps zu be¬ 
schleunigen, zum Einsatz der Gruppe Kreysa') östlich von Lemberg und, um 
die Streckung der Armee nach Norden zu ermöglichen, auch zur Verschiebung 
der Gruppe Szurmay^) vom rechten auf den linken Armeeflügel. Diese 
24.»tsMaßnahmen konnten aber erst allmählich wirksam werden. Andererseits 
durfte durch die Bindung des rechten Flügels der 11. Armee die Ver- 
solgungsoperation zwischen Bug und Weichsel nicht aufgehalten werden. 
Infolgedessen schoben sich Mitte und linker Flügel der 11. Armee am 
25. Juni über die obere Rata an die erkannte russische Vorstellung heran. 
Dem für den 26. Juni beabsichtigten Angriff wich der Gegner aus und zog 
sich unter zusammenhanglosen Nachhutgefechten zurück. Die 11. Armee stieß 
mit ihrer Mitte durch die Waldungen südlich von Ahnow nach und konnte 
auch ihren linken Flügel, in der Flanke durch die 4. Armee wirksam unter¬ 
stützt, bis auf die Höhen südöstlich von Narol Miasto vorführen. Fhr rechter 
Flügel blieb zunächst noch bei Zoltance gefesselt. Erst am 27. Juni konnte 
hier das Beskidenkorps, im Verein mit der nunmehr am Nordflügel der 
ö.-u. 2. Armee eingesetzten Gruppe Kreysa, sich dem Vorgehen anschließen. 
An diesem Tage erkämpfte sich die ö.-u. 2. Armee die Höhenlinie westlich 
der Gnila Lipa und erreichte mit ihrem linken Flügel Zadworze und die 
Gegend südlich von Kamionka. Hier schloß das Beskidenkorps mit Siche- 
J) 13. und 31. I. D. des ö.-u. IV. Korps. — S. 154.
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.