Full text: Die Operationen des Jahres 1915 ; [2]. Die Ereignisse im Westen im Frühjahr und Sommer, im Osten vom Frühjahr bis zum Jahresschluß (8. 1932)

Der Vorstoß bei Sieniawa glückt. 
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b) Die Durchbruchsschlacht von Lubaczow 
vom 12. bis 15. Juni. 
Der Vorstoß der inneren Flügel der 11. und ö.-u. 4. Armee im Fluß- 12,3m». 
winket von Sieniawa am 12. Juni hatte den gewünschten Crsolg. Der 
linke Flügel der 56. Infanterie-Division schwenkte in der Frühe 
im Angriff über die Lubaczowka vor und hielt in den Vormittagsstunden 
südlich des Kotowka-Waldes Gegenstößen des Feindes stand. Dadurch in 
der Flanke gedeckt, trug die gleichzeitig kühn über die Lubaczowka vor¬ 
stoßende 119. I n f a n t e r i e - D i v i s i 0 n des Generalmajors von Vehr 
ihren Angriff über mehrere Stellungen hinweg nach Norden vor. Cnt- 
lastungsstöße der Russen aus den Waldungen von Osten und Westen her 
wurden abgewehrt. Die 22. Infanterie-Division war im Flu߬ 
bogen nördlich von Manasterz auf erhebliche Gegenwehr gestoßen, die erst 
gegen Mittag durch frontalen Angriff und Umfassung von Osten gebrochen 
wurde. Die Division warf dann den Feind bis auf die Höhen südöstlich 
von Sieniawa zurück. Gegen 5° nachmittags wurde auch Sieniawa besetzt. 
Diesen Erfolgen war es zu danken, daß nun auch das bisher vergeblich ver¬ 
suchte übersetzen der Truppen des Verbündeten über den San gelang. Bei 
Sieniawa fanden sie Anschluß an die deutsche Gefechtsfront. Auf die als¬ 
baldige Durchführung des Angriffs gegen die Slawa-Höhe mußte die 
22. Infanterie-Division verzichten, da ihre auf dem westlichen San-Afer 
eingesetzte Artillerie nicht rechtzeitig zur Stelle sein konnte. Die von den 
Verbündeten geschlagene Brücke bei Lezachow wurde erst abends fertig. 
Gegen die tiefe rechte Flanke der 119. Infanterie-Division am Kotowka- 
Walde setzten gegen Abend heftige Gegenstöße der Rüsten ein, 
denen durch rechtzeitiges Verschieben von Kräften vom linken zum rechten 
Flügel begegnet werden konnte. Die Division war jedoch so stark in 
den nächtlichen Nahkampf verstrickt, daß ihre sofortige Ablösung durch 
die hinter der Front eingetroffene ö.-u. 11. Infanterie-Division nicht 
möglich war. 
In der Frühe des 13. Juni trat die 11. Armee zum frontalen 
Durchbruch an. Das in der Mitte der Hauptstoßgruppe angesetzte Garde- 
korp s errang einen großen Erfolg. Der 2. Garde-Infanterie-Division 
unter Generalleutnant von Winckler gelang es um 9° vormittags, Tuchla 
dem Gegner zu entreißen. Nachdrängend nahm die Division um 2° nach¬ 
mittags Kobylnica Ruska und bemächtigte sich der nördlich anschließenden 
Höhe. Am 5° nachmittags stellte sich der Feind weiter östlich zu neuer 
Gegenwehr. Anter dem Eindruck dieser schnellen Erfolge war auch der 
zunächst hartnäckige Widerstand vor der 1. Garde-Insanterie-Division er-
	        

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