Full text: Die Operationen des Jahres 1915 ; [2]. Die Ereignisse im Westen im Frühjahr und Sommer, im Osten vom Frühjahr bis zum Jahresschluß (8. 1932)

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Der Sommerfeldzug der Verbündeten in Galizien. 
11. Armee östlich des San und ihr gleichzeitig auf dem westlichen Flußufer 
nach Südosten ausgeübter Druck die auf die Festung Przemysl gestützte 
russische Abwehrfront am San stark bedrohte. Daraus erklärte sich das 
Armee-Oberkommando die wütenden feindlichen Gegenangriffe von Süden 
und Osten auf beiden Ufern des Flusses. Am die Operationen in der 
entscheidenden Richtung nach Südosten fortführen zu können, mußte 
Generaloberst von Mackensen darauf bedacht sein, weitere Kräfte frei¬ 
zumachen. Der Chef des Generalstabes der 11. Armee, Oberst von Seeckt, 
hatte daher bereits am Mittag des 19. Mai dem Korps Cmmich für später 
eine erhebliche Ausdehnung feiner Kampffront nach rechts in Aussicht 
gestellt, um das Gardekorps zur Verfügung der Armee herauslösen zu 
können. 
2. Die Ereignisse auf dem rechten HeeresMgel 
bis zum 19. Mai. 
Karten 5 und 6, Skizze 17. 
12.Mai. Die deutsche Südarmee^) war unter der Führung des Gene¬ 
rals der Infanterie von Linsingen am 12. Mai aus den Karpaten auf 
der ganzen Linie zum Angriff in der Richtung auf Dolina—Stryj—Dro- 
hobycz angetreten3). Vor ihrem linken Flügel wich der Feind, Teile der 
russischen 8. Armee3), ebenso wie vor der links benachbarten ö.-u. 2. Armee 
ohne ernsten Kampf zurück. Mitte und rechter Flügel der Südarmee be¬ 
gegneten noch starkem Widerstande seitens der russischen 11. Armee4). Wäh¬ 
rend dieGruppeSzurmay und die ungarische 38. Infanterie-Division 
des Korps Vothmer die Linie Wolcze—Ilnik erreichten, stürmte die 
3. Garde-Insanterie-Division unter Generalmajor von Friedeburg zum 
Teil unter schweren Verlusten starke feindliche Stellungen westlich von 
Zawadka und stieß dem fliehenden Gegner nach. Vei der 1. Infanterie- 
Division des Generalleutnants von Conta spielten sich erbitterte Kämpfe 
um die Höhe 927 südöstlich von Koziowa ab, die erst um 1° nachts ge¬ 
nommen wurde. Die Korps Hofmann und Gerok sahen von dem 
nur unter großen Opfern durchführbaren Frontalangriff auf die in unver¬ 
minderter Stärke besetzten russischen Gräben ab, eine im Swica-Tal auf 
Leopoldsdorf angesetzte Umgehung kam nicht zur Ausführung. 
9 Südarmee bestand aus: Korps Geros (Genkdo. XXIV. R. K.: 48. R. D., 
ö.-u. 19. I. D.), ö.-u. Korps Hofmann (ö.-u. 55. I. D., ö.-u. 131. I. Br., öst. 12.Ldst. 
Terr. Br.), Korps Bothmer (3. G. I. D., 1. I. D., ung. 38. I. D.), ö.-u. Gruppe Szur- 
map (ö.-u. 7. I. D., ung. 40. I. D.). 
2) Band VII, S. 430. — 3)S. 189. — «) S. 189.
	        

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