Full text: Die Operationen des Jahres 1915 ; [2]. Die Ereignisse im Westen im Frühjahr und Sommer, im Osten vom Frühjahr bis zum Jahresschluß (8. 1932)

Unterhalb von Iaroslau wird der San erreicht. 
145 
Anfang üjezna. Die 19. Infanterie-Division unter Generalleutnant Hof¬ 
mann nahm von einem in der Frühe des Tages geplanten Sturm gegen die 
starken russischen Stellungen in der Niederung zwischen Wislok und San 
auf Befehl des Kommandierenden Generals Abstand. General von Cmmich 
glaubte, daß der Feind schon unter dem Eindruck des Vorgehens der 
20. Infanterie-Division und des rechten Flügels der ö.°u. 4. Armee gegen 
den San seine Stellungen gegenüber der 19. Infanterie-Division aufgeben 
würde. Diese sollte daher nur den Angriff der 20. Infanterie-Division 
über den San gegen eine Bedrohung aus dem Brückenkopf von Sieniawa 
sichern. 
Der Führer der ö.-u. 4. Armee, Erzherzog Joseph Ferdinand, sah 
davon ab, den Saw-Übergang durch seinen rechten Armeeflügel noch 
am heutigen Tage erzwingen zu lassen, da das Armee-Oberkommando 11 
auf eine Anfrage geantwortet hatte: „Gleichmäßige Forcierung auf ganzer 
Front zu erzwingen, heute nicht beabsichtigt. . . Gelingt einem Korps der 
Übergang, so wird dies Forcierung durch andere Korps nach sich ziehen." 
Die San-Front der 4. Armee streckte sich nach Norden bis in die Gegend 
westlich von Lllanow. Die feindlichen Stellungen im waldbedeckten, von 
zahlreichen Vachläufen durchzogenen San—Weichsel-Winkel erwiesen sich 
als tief ausgebaute Widerstandszone. Die Verschiebung russischer Ver¬ 
stärkungen über Sandomierz aus das östliche Weichsel-Üfer und der Ein¬ 
sah bereits nach Sandomierz zurückgenommener Kräfte gegen den rechten 
Flügel der ö.-u. 1. Armee westlich der Weichsel ließen auf die Absicht des 
Feindes schließen, den San—Weichsel-Winkel und den Anschluß an seine 
Stellungen auf dem jenseitigen Weichsel-Üfer zu halten. Damit schien er 
sich gleichzeitig auch die Möglichkeit einer Offensive aus dem Brückenkopf 
von Sandomierz gegen die Flanke der am San im Kampf stehenden Armeen 
wahren zu wollen. Die 4. Armee wollte sich demgegenüber zunächst auf die 
Herstellung einer „verstärkten Widerstandslinie" beschränken und für den 
eigenen Angriff erst die im Antransport befindlichen Verstärkungen^) ab¬ 
warten. 
Die ö.-u. 3. Armee schob ihren linken Flügel näher an die Südwest- 
sront von Przemysl heran. Das Veskidenkorps, das südlich der Festung den 
zurückgehenden russischen Hauptkräften folgte, stieß beiderseits von Husakow 
auf feste Stellungen hinter der Slotwina und Bucht«. Da dieser befestigte 
Abschnitt die von Przemysl ostwärts führende Straße und Bahn schuhte, 
mußte man mit starker feindlicher Abwehr rechnen. Das Veskidenkorps 
0 Band VII, 6.421; — öst. 21. I. D. von 3. Armee, Kkdo.VIII., ung. 37. und 
41. 3- D. von 2. Armee. 
I Weltkrieg. VIII. Band. 10
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.