Full text: Traunviertel mit Salzkammergut und Hausruckviertel (2 / 1938)

Schar n stein, ursprünglich herrschaftlich. 1728 
(Nr. 539). Thomas Koch, Präumaister: Bierausstoß 1700 
Eimer, Bieraufschlag 90 fl. 1795/97 (Nr. 133). Mathias 
Obauer: Bierausstoß 1583 Eimer, Bieraufschlag 661 fl. 7 kr. 
Alte Scharnsteiner können sich erinnern, daß sie in 
der alten Bierhalle im Brauhof noch braunes Bier des 
letzten Brauers Benedikt Hausmann tranken. Der alte 
,.Hopfengarten“ am Schloßberg beweist einen alten Hopfen¬ 
bau in der Gegend (Linzer Volksblatt vom 7. Juli 1936, 
Viechtwang). 
Mol ln. Im Februar 1823 bittet Ignaz Maierhofer 
auf der Forsthub in Molln um die Braugerechtigkeit bei 
der Herrschaft Steyr zu Steinbach und erhält sie trotz 
Einspruch von Leonstein. 1828: 1100 Eimer Bierausstoß. 
Josef Wagner d. Ae., Braumeister in Leonstein kauft das 
Mollner Brauhaus wieder zurück und legt es um 1850 
still (Rendl 67). 
Pettenbach. Ignaz Födermayer bittet im Jahre 
1798 um die Erteilung der Braugerechtigkeit in Oestall 
bei Pettenbach, weil die Wirte in Pettenbach und Grünau 
3 bzw. 9 Stunden das Bier von Lambach mit vielen Kosten 
herbeiführen müssen (L. A. Linz, Brauer Fase. 119/1798). 
H o p f e n b a u. 
Schloß Leonstein bezieht einheimischen Hopfen von 
Lambach um 1769, Saazer Hopfen wird zum ersten Male 
in Leonstein 1769 verwendet. In Scharnstein besteht seit 
alter Zeit am Schloßberg ein „Hopfengarten“ (Flurname) 
(Linzer Volksblatt vom 7. Juli 1936). Nach F o 11 z (10) 
gab es im Gerichtsbezirke Kichdorf um 1878 noch eine 
Hopfenfläche von 2 Joch. 
XI. Bezirkshauptmannschaft Gmunden 
mit den Gerichtsbezirken Gmunden und Ischl, umfaßt im 
wesentlichen das langgestreckte Tal der Traun mit ihren 
Zuflüssen und Seelandschaften, Traun-Hallstätter-Aber 
oder Wolf gangsee. Für 1728 bisher nachgewiesen 4 Braue¬ 
reien in 4 Orten; nach dem Bräuerverzeichnis von 1795/97 
7 Brauereien in 5 Orten, dazu 8 Brauereien des Salz¬ 
kammergutes. 
A. Stadt braukommune 
Stadt Gmunden. Das Stadtbräuhaus wurde in 
Traundorf 1679 mit einem Kostenaufwand von 11500 fl. Rh. 
begründet und Weiß- und Braunbier erzeugt. Das Wasser 
wurde dem Traunsee entnommen. 1795/97 (Nr. 137) er¬ 
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