Full text: Das k. u. k. 3. Regiment der Tiroler Kaiserjäger im Weltkriege 1914 - 1918

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2.) Daten über verliehene Kriegsauszeichnungen. 
Waffentaten 
der mit der goldenen Tapferkeitsmedaille Ausgezeichneten. 
A) Goldene Tapserkeitsmedailte für Ossiziere: 
Hauptmann Psrogner Anton: für seinen erfolgreichen Gegenangriff zur Wiedergew in-- 
ming der verlorengegangenen Cosmagon- Stellung und für das standhafte 
Ausharren in einer nichtbefohlenen Stellung zur Sicherung der Verteidigungs¬ 
instandsetzung einer rückwärtigen Stellung der Haupttruppe. (Mil. Maria Theresien- 
Ordenskapitel OK. Nr. 131 vom 8. Juli 1921.) 
Oberleutnant i. d. Res. Eitz Karl Ritter von (Wien N.-O.), eingeteilt beim Bataillon 
VHI/bh. 3, hat am 23. Juni an der Piave vecchia südl. Capo Sjilo den 
Rückzug eigener Truppen mit heroischer Aufopferung und Tapferkeit gedeckt. 
B) Goldene Tapserkeitsmedailte für Mannschaften: 
Zugsführer Rieder Robert (Ried, Bezirk Schwaz, Tirol) hat am 1. November 1914 bei 
P o s a n i e am San aus eigenem Antriebe mit zwei Jägern ein Häuflein von etwa 
50 Russen überraschend angegriffen und sie gefangen genommen. 
Zugsführer Strickner Alois (Gem. Brenner, Sterzing, Tirol) hat am 8. Dezember 1914 
bei L e s c z y n a (Schlacht bei Limanowa-Lapanow) durch tapfere und geschickte 
Führung seines Zuges zur Gefangennahme einer russischen Gruppe in besonderem 
Maße beigetragen. 
Kadett i. d. Res. Degasperi August (Rovereto, Südtirol) wehrte am 2. Mai 1915 im 
Augenblicke des Eindringens seiner Kompagnie in die russische Hufeisenstellung einen 
feindlichen Flankenangriff durch entschlossenes und tatkräftiges Eingreifen ab. 
Fähnrich i. d. Res. Karabec Heinrich (Prelouc, Böhmen). Tapfere und hervorragende 
Führung einer Aufklärungsabteilung im Nachhutgefecht bei Podgorska Mola am 
7. Mai 1915 und sonstige in den bisherigen Gefechten bewiesene Kaltblütigkeit und 
Unerschrockenheit. 
Fähnrich i. d. Res. Sauter Friedrich (Vorkloster, Bregenz, Vorarlberg). Hervorragend 
tapferes Verhalten beim Sturm auf die russische Hufeisenstellung — Abwehr von 
Gegenangriffen, heldenmütiges Ausharren im schwersten Artilleriefeuer durch 1 ^ Tage. 
Besonders erfolgreiches und tapferes Verhalten am 7. und 8. Mai 1915 als Kom- 
Mandant von Nachrichtenpatrouillen. 
Oberjäger Sprenger Eduard « (Reutte, Tirol). Hervorragende Tapferkeit und beispiel- 
gebende Haltung in allen Gefechten seit August 1914, insbesonders am 2. und 5. Mai 
1915. Fand am letzteren Tag durch einen Kopfschuß den Heldentod. 
Fähnrich i. d. Res. Wenzel Hermann (Klagenfurt, Kärnten). Hervorragend tapferes 
Verhalten in den Gefechten bei Glew (18. November 1914), bei Beginn der Mai- 
offensive 1915, bei S t r o z a (2. Juni 1915), bei S t u d z i a n k i (3. Juli 1915); 
nahm dort mit nur 5 Jägern 3 Offiziere und 77 Mann der Russen gefangen. 
Landsturmkadett Albrecht Kaspar, (Au), Vorarlberg). Hervorragende Tapferkeit und 
Kaltblütigkeit als Kommandant der Felsenwache der Jnfanterie-Stellnng am C o l 
d i L a na. Nach dem Fall derselben setzte er sofort an der Spitze einer neuen Ab- 
teilnng zum Gegenangriff an und wurde hiebei schwer verwundet (26. Oktober 1916). 
Kadett i. d. Res. Greysel Gabriel (Budapest, Ungarn) nahm am 28. Oktober 1915 als 
Kommandant einer Feldwache am Südhange des Settsaß den nach einem mißlungenen 
Angriff in einer Mulde sich sammelnden Gegner durch besonders kühnes und geschicktes 
Verhalten in der Stärke von 1 Hauptmaun, 3 Offiziersaspiranten und 105 italienischen 
Infanteristen gefangen. 
Fähnrich i. d. Res. Hagen Fritz (Bischofshofen, Salzburg). Hervorragend tapferes Ver- 
halten als Grabenkommandant am C o l d i L an a vom 19. bis 22. Oktober 1916. 
Erlitt dortselbst am 22. Oktober den Heldentod. 
Unterjäger Jnnerhoser Franz. Hervorragend tapferes Verhalten in der Zeit vom 
18. bis 26. Oktober 1916 bei Abwehr der italienischen Angriffe auf die Felsenwache 
(Col di Lana), und beim Versuch der Wiedereroberung derselben.
	        
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