Full text: Von der Einnahme von Brest-Litowsk bis zur Jahreswende 3 : Das Kriegsjahr 1915 2 [Textbd.] (3 : Das Kriegsjahr 1915 ; 2 ; [Textbd.] ;)

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Die Herbstschlachten an der italienischen Front 
vorwärts, und bei Zagora wiesen die Dalmatiner des Bataillons 11/22 in 
den ersten Nachmittagsstunden den feindlichen Angriff mit Handgranaten 
ab. Damit endeten im Abschnitte der k. u. k. 1. GbBrig. die Angriffs¬ 
handlungen der Italiener. Lediglich die Artillerie führte auf beiden Seiten 
mit wechselnder, ab und zu großer Heftigkeit den Kampf bis in die 
ersten Dezembertage fort. 
Die Zangenangriffe des XL und des XIII. Korps der Italiener 
gegen den Mt. S. Michele 
(18. bis 26. November) 
Nach nur eintägiger Kampfruhe, die das k. u. k. VII. Korps zu 
Ablösungen innerhalb der 17. ID. benützte, setzte schon am 17.November 
früh die Beschießung seines ganzen Abschnittes durch schwere Geschütze 
und Minenwerfer wieder ein und dauerte bis zum Abend fort. Die da¬ 
durch angekündigten feindlichen Angriffe veranlaß ten das 5. Armee- 
kmdo., dem VII. Korps die drei restlichen, bei Temnica befindlichen 
Bataillone der 187. IBrig. zu unterstellen. 
Mit der Auslieferung, die am 18. November nach der winterlichen 
Regen- und Sturmperiode eintrat, nahm auch die Hauptkraft des Herzogs 
von Aosta den Kampf um den Mt. S. Michele wieder auf. In der feind¬ 
lichen Gruppierung war keine wesentliche Änderung au verzeichnen. Den 
entscheidenden Schlag hatte abermals das XI. Korps beiderseits des 
Mt. S. Michele zu führen, indes das anschließende XIII. Korps mit seinem 
linken Flügel im Räume östlich von der Ruinenhöhe -<¡>-143 unterstützend 
eingreifen sollte. Jedes der beiden Korps verfügte über eine Brigade und 
außerdem noch über einige Bataillone als Reserven. Das italienische 
3.Armeekmdo. hatte weiters je eine Brigade bei Versa und Chiopris als 
Verfügungstruppen stehen. Der Südflügel der 3. Armee, das VII. Korps, 
war an den Kämpfen, abgesehen von einem Angriffsunternehmen, das 
am 22. November bei Selz stattfand, nicht beteiligt. 
Die Verteilung der Kräfte der k. u. k. 5. Armee auf der Hochfläche 
von Doberdò war ebenfalls im großen unverändert geblieben. In den nun 
beginnenden Kämpfen verfolgte der Feind bis zum 'Ende der Schlacht 
immer wieder die gleiche Taktik. Um kleiner örtlicher Vorteile willen 
vereinigte er das Feuer seiner die vorspringende Karsthochfläche um¬ 
säumenden Geschützmassen und Minenwerfer auf schmale Fronträume 
der öst.-ung. Stellungen so lange, bis alle Anlagen vollständig zerstört 
und die Besatzung weggefegt zu sein schienen. Dann besetzten feind¬
        

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